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Aktive Jugendarbeiter: Bei der Vollversammlung herrschte weitgehend Einigkeit.

Vollversammlung Kreisjugendring

Der Zeltplatz nimmt langsam Gestalt an

Ein neuer Jugendzeltplatz im Landkreis Erding. Das war das zentrale Thema bei der Vollversammlung des Kreisjugendrings Erding im katholischen Pfarrzentrum Taufkirchen.

Taufkirchen Die ersten Beschlüsse zur Errichtung eines Jugendzeltplatzes im Landkreis Erding liegen über 30 Jahre zurück. Lange Zeit war der Kronthaler Weiher im Gespräch, berichtete Landrat Martin Bayerstorfer bei der Vollversammlung des Kreisjugendrings Erding. Nachdem mit dem Grundstückseigentümer, der Kirche, keine finanzielle Einigung getroffen werden konnte, wich man mit der Planung auf einen neuen Standort am Notzinger Weiher aus. Dieses Gelände im Bereich der Gemeinde Oberding eigne sich in zweifacher Hinsicht: Es ist Eigentum des Landkreises und biete landschaftlich eine attraktive Umgebung, erklärte Bayerstorfer.

Ein erster Entwurf sieht ein Versorgungsgebäude mit einer Teeküche, eine Wachstation für die Wasserrettung und eine sanitäre Anlage vor. Der Zeltplatz selbst soll für 40 bis 50 Jugendliche ausgelegt werden. Im Haushalt des Landkreises für das laufende Jahr seien 200 000 Euro für die Umsetzung veranschlagt. „Das wird aber sicherlich nicht reichen“, prognostizierte der Landrat.

Noch nicht geklärt ist, wer die Anlage betreiben wird. Zwar hat sich der Kreisjugendring dafür beworben, es gibt aber offenbar noch weitere Interessenten. Auf die Nachfrage von Martine Driesen, Jugendpflegerin der Stadt Dorfen, wer diese seien, gab Bayerstorfer keine Auskunft.

Stefan Glaubitz, Kreistagsmitglied für die Grünen, befürchtete durch die Bebauung eine zu hohe Bodenversiegelung. Um im Sinne des Naturschutzes bei der Gestaltung des Jugendzeltplatzes mitbestimmen zu können, verlangte er eine Einsicht in die Baupläne. Landrat Bayerstorfer berief sich auf den einstimmigen, also auch von den Grünen getragenen Beschluss, zur Umsetzung des Bauvorhabens im Kreistag.

Bei der Vorstellung des Jahresberichts 2016 wurde die neu eingeführte Jugendleiterausbildung an Schulen hervorgehoben. Vorgestellt wurde diese an mehreren Schulen, ausgeführt nur an zwei. An der FOS/BOS im Rahmen einer Projektwoche und am Gymnasium Dorfen als Wahlpflichtfach. Wer diese Ausbildung abschließt und ehrenamtlich tätig wird, bekommt die Jugendleitercard.

Eine rechtliche Besonderheit für die Inhaber der Jugendleitercard, das so genannte Jugendarbeit-Freistellungsgesetz, stellte Birgit Schwaiger, stellvertretende Vorsitzende des Kreisjugendrings Erding vor. Auszubildende und Arbeitnehmer ab 16 Jahren können eine Freistellung beim Arbeitgeber zu beispielsweise Betreuertätigkeiten, Fortbildungen oder Tagungen beantragen. Verrechnet wird die freigestellte Zeit als unbezahlter Urlaub. Schwaiger motivierte die Anwesenden, diese Möglichkeit auszuschöpfen.

Fabian Holzner

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