Verwirrung nach Explosion im New Yorker Stadtteil Manhattan

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Ein Kleinod in Taufkirchen ist das Wasserschloss. Soll es die Gemeinde kaufen? Darüber wird heute in der Bürgerversammlung diskutiert. Foto: Lang

Bürgerversammlung

Zukunft des Wasserschlosses im Blickpunkt

Taufkirchen – Was soll aus dem Taufkirchener Wasserschloss werden? Soll es die Gemeinde erwerben? Oder sollen die Erben des verstorbenen, letzten Schlossherren Nico Forster das Kleinod an private oder geschäftliche Investoren verkaufen?

Damit sich die Gemeinderäte und Bürgermeister Franz Hofstetter ein Bild über die Wünsche der Bevölkerung machen und eine Entscheidung treffen können, laden sie zur Bürgerversammlung am heutigen Donnerstag, 28. April, ab 19.30 Uhr ins Wasserschloss ein. Als Moderatorin führt Ursula Ammermann durch den Abend. Vielen ist sie bekannt vom Projekt „Lebendige Ortsmitte“.

Im vergangenen Jahr wurde von der Gemeinde ein Gutachten in Auftrag gegeben. Das umfassende Datenwerk wird bei der Versammlung detailliert vorgestellt. Architekten und Projektanten stehen Rede und Antwort, sagte Hofstetter bei einem Pressegespräch am Dienstag im Rathaus. Die rechtliche Seite über die Nutzung und dergleichen werde eine Juristin erklären. Ebenfalls anwesend sein werden Vertreter des Arbeitskreises Kultur und des Fördervereins Wasserschloss Taufkirchen, denen die weitere öffentliche Nutzung des Gebäudes als derzeitiger kultureller Mittelpunkt der Gemeinde sehr am Herzen liegt. Danach wird diskutiert. Befürworter, Skeptiker und Gegner sollen zur Wort kommen. Es gehe darum, Anregungen für den Gemeinderat zu erhalten, ihm die Entscheidung für oder gegen den möglichen Erwerb zu erleichtern. Spätestens Ende Juni soll der Beschluss gefasst werden.

„Die Eigentümer wollen Klarheit haben“, so Hofstetter. Der genaue Kaufpreis werde bei der Versammlung bekannt gegeben, ebenso die Sanierungs- und Betriebskosten für Heizung, Strom, Wasser und Gas. Dem Bürgermeister geht es darum, miteinander zu reden, mögliche Vorurteile auszumerzen. Hofstetter: „Wir haben alles gut aufbereitet. Die Fachleute stehen zur Verfügung und können auf die Fragen der Bürger antworten.“ Eine Diskussion sei ihm wichtig, die für eine Entscheidung sorgen könne. Wichtig sei ihm auch, dass die Bürger informiert werden, alle Fakten auf den Tisch kämen.

Das Wasserschloss sei das ganze Jahr in Betrieb, nicht nur zum Advent im Schloss, gibt Pressesprecherin Renate Bauer zu bedenken. Neben Kulturveranstaltungen wie Konzerten, Ausstellungen oder Theatern fänden auch viele Hochzeiten und Geburtstage hier statt. Ebenso der TaufKirtamarkt, die Veranstaltung Garten- oder Winterlust. Und die Stockschützen treffen sich gerne am Schlossweiher, wenn er zugefroren ist, um ihrem Sport zu frönen. Zudem werden mehr als 100 Schüler der Kreismusikschule pro Woche im Wasserschloss in über 70 Musikstunden unterrichtet und der Oase-Naturkindergarten habe hier einen Raum.

Wie sich das alles bei einem Privatinvestor entwickeln oder verändern würde, kann keiner voraussagen, auch wenn aktuell das Nutzungsrecht durch die Gemeinde verbrieft ist. 

Birgit Lang

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