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Starke Leistungen bringen die Laiendarsteller.

Theatergruppe Hofkirchen

Zwischen Heiratslust und Donnergrollen

Unterhofkirchen – Das war ein richtig spaßiger Abend. Das Publikum im alten Schulhaus hat sich beim Dreiakter „Malefiz Donnerblitz“ von Ralph Wallner köstlich amüsiert.

Conferencier Martin Weber hat nicht zu viel versprochen, als er darauf hinwies, dass bei der Hofkirchener Theatergruppe die Besucher in den ersten Reihen gerne ins Spiel miteinbezogen werden. Aber auch die in der Mitte waren vor Überraschungen nicht sicher: auf sie prasselt Schnee nieder. Zum Stück passend regnet es auf der Bühne, dunkle Wolken ziehen auf und mehrmals lässt Donner und Blitz das Publikum zusammenfahren. Das Bühnenbild ist eine Augenweide: Stoffballen in den Schränken, alte Bügeleisen, Meisterbrief, Hüte und Bilder erwecken die Schneiderstube, wie sie früher war, zum Leben.

In dem Stück geht es um Schneider Zwirn (Konrad Scharl), dessen Tochter Mona (Caro Weber), die Bibi (Thomas Mairoth) heiraten möchten. Seine Mutter (Christine Karrer), ein Paradiesvogel mit schlechtem Modegeschmack, ist begeistert, ihren Sohn endlich unter die Haube zu bringen, weil er „so fad wia a ungsoizene Wassersuppn“. Allerdings weiß sie auch seine Vorzügen ungeniert anzupreisen: „Übern Bibi sein Bibi“, meint sie nur: „Sei froh, wennst selber koa Stimmungsraketen bist, dass’d oiwei oane dabei host.“ Für Zwirn und seine Frau Alma (Rosmarie Weber) ist es eine Horrorvorstellung die überspannte Odeltür (Haute- Couture)-Anhängerin in ihrer Familie aufzunehmen. Also sucht Alma nach Alternativen. Zur Auswahl steht Luca (Stefan Rauchbart), ein bayerischer Italiener oder der ungepflegten Wuisler (Anton Bichlmaier-Fürmetz), der den „Unterschied zwischen Seifenduft und Leichengruft“ nicht kennt. Doch dann tauchen auf einmal die beiden Wetterhexen auf, die grantige Blitz-Burgl (Roswitha Braun), und die bestens aufgelegte Sonnen-Res (Lisi Oberndorfer, zwei Temperamentsbündel, die sich gegenseitig beim Spiel inspirieren. Einmal im Jahr treffen sich die beiden um das Wetter für das kommende Jahr auszukarteln. In ihrem Koffer haben sie eine ganze Regenkollektion, Flaschen für Donnergrollen, graugreisligen Graupelschauer, Nieselnasseln, aber auch Morgenrot, Sonnenschein und Alpenglühn. Zwirn entdeckt den Koffer. Weil er weiß, dass seine Alma nur das schlechteste Wetter vor dem Schritt zum Traualtar aufhalten kann, versucht sich der Schneider mit der Wettermacherei.

Wie’s ausgeht, erfahren die Theaterbesucher am Freitag/Samstag, 18./19. März, (jeweils 20 Uhr) und am Sonntag, 20 März (18 Uhr). Restkarten gibt es m Vorverkauf bei der VR-Bank Hofkirchen.  mel

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