Tödlicher Unfall auf B388: Familie mit Kind verletzt

Maria Thalheim -Ein junges Menschenleben hat am frühen Sonntagmorgen ein schwerer Frontalunfall auf der B 388 zwischen Erding und Taufkirchen gefordert: Zwei Fahrzeuge waren bei Nebel ineinander gerast. Unter den Verletzten ist auch ein zehn Jahre alter Bub.

Den Helfern bot sich beim Eintreffen an der Unglücksstelle kurz nach 8 Uhr ein Bild des Grauens: zwei völlig zerfetzte Autos, meterweit verstreut liegend Wrackteile, ein Toter in einem Ford Focus und eine gesamte Familie, zunächst gefangen in dem, was einmal ein Mercedes war.

Tödlicher Unfall auf der B388

Das Wrack des Mercedes

Wer für den tödlichen Unfall verantwortlich ist, war zunächst unklar. Ersten Erkenntnissen zufolge war der 22-Jährige aus Bodenkirchen (Kreis Landshut) in Richtung Taufkirchen unterwegs. Ihm kam auf gerader Strecke ein Mercedes entgegen. In diesem saßen ein 51-Jähriger, die 44 Jahre alte Ehefrau und der Sohn (10). Daheim sind sie in Vilsbiburg (Kreis Landshut). Plötzlich geriet der Ford aus nicht näher bekannten Gründen auf feuchter Fahrbahn bei Nebel über die Mittellinie. Der Zusammenstoß war unvermeidlich. Dieser war so heftig, dass der Mercedes in ein Feld geschleudert wurde. Der 22-Jährige war vermutlich auf der Stelle tot. Während das Kind als Erstes befreit werden konnte und mit mittelschweren Verletzungen im Rettungswagen erstversorgt wurde, dauerte die Befreiung der Eltern länger. Vor allem beim Fahrer taten sich die Einsatzkräfte schwer. Der 51-Jährige war ansprechbar und wurde im Wrack vom Notarzt betreut. Erst nach gut 45 Minuten war er befreit. Dazu musste das Dach mittels Rettungsschere und Spreizer entfernt und der Motorblock mitsamt Lenksäule zur Seite gedrückt werden.

Mutter und Sohn wurden ins Klinikum Schwabing gebracht, der Fahrer ins Kreiskrankenhaus Erding. Die Verletzungen der Eltern sind schwer, aber nicht lebensbedrohlich. Ein Rettungshubschrauber konnte wegen der schlechten Sichtverhältnisse nicht kommen.

Im Einsatz waren das BRK Erding und Dorfen mit fünf Notärzten und ebenso vielen Rettungswagen, dem Einsatzleiter Rettungsdienst und der Unterstützungsgruppe Sanitäts-Einsatzleitung sowie die Kreisbrandinspektion Erding. Alarmiert wurden zudem die Feuerwehren Eschlbach, Bockhorn, Grünbach, Lengdorf und Erding. Auch das Kriseninterventionsteam des Malteser Hilfsdienstes war vor Ort.

Zur Klärung der Ursache ordnete die Staatsanwaltschaft Landshut ein Gutachten an. Die B 388 war bis in die Mittagsstunden komplett gesperrt, die Feuerwehr leitete den Verkehr um. Nur wenige Meter weiter, an der Kreuzung der Bundesstraße mit der Kreisstraße ED 15 Eschlbach-Maria Thalheim waren voriges Jahr bei einer Reihe von Unfällen mehrere Menschen getötet worden.

Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. (0 81 22) 96 80 bei der Polizei in Erding zu melden.

Hans Moritz

Rubriklistenbild: © fib/Eß

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