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1,6 Millionen Gäste besuchen heuer allein die Therme.

Tourismusbilanz für den Landkreis

In Erdinger Hotelbetten geht es immer rund

Erding - Therme, Messe und Flughafen sei Dank: Zum dritten Mal in Folge werden im Kreis Erding heuer mehr als eine Million Tourismus-Übernachtungen erreicht. Besonders stark und in Oberbayern einzigartig bleibt das Wachstum in der Stadt.

Auch wenn der Kreis Erding keine klassische Urlaubsdestination wie das Voralpenland ist, die Region wird bei Kurzurlaubern und Tagungsgästen seit Jahren immer beliebter. Der Tourismus wird zu einem zunehmend größeren Wirtschaftsfaktor.

In den ersten zehn Monaten dieses Jahres wurden exakt 948 453 Übernachtungen gezählt. Landrat Martin Bayerstorfer ist deswegen überzeugt: „Wir werden 2015 zum Dritten Mal in Folge die Millionenmarke bei den Übernachtungen überspringen.“ Vermutlich war das bereits im Oktober der Fall. Denn in die Statistik fließen nur die 79 Quartiere mit mehr als zehn Betten ein. Im Landkreis gibt es aber viele Häuser mit weniger Betten.

Die Betten waren seit Jahresbeginn zu 51,3 Prozent ausgelastet. „Das ist der beste Wert in ganz Oberbayern“, freut sich der Landrat. Nur die Münchner Matratzen seien noch häufiger belegt.

Befeuert wird die Bilanz neben der Flughafen-Gemeinde Oberding mit zahlreichen Hotels vor allem von der Branche in der Stadt Erding mit 24 meldepflichtigen Betrieben – auch das übrigens ein neuer Spitzenwert. Günther Pech vom Stadtmarketing berichtet, dass nur im Oktober knapp 43 000 Übernachtungen registriert worden seien, nach dem August 2015 der zweithöchste Wert, der je gemessen wurde. Er rechnet heuer mit 430 000 Übernachtungen – „das wäre dann der nächste Rekord“. Nur die Steigerung um 60 000 Nächte im Vergleich zu 2014 überschreitet seinen Berechnungen zufolge die kompletten Jahresergebnisse von 1995 und 1996.

In den ersten zehn Monaten dieses Jahres trafen 220 000 Gäste in Erding ein, ein Plus von 18,2 Prozent. 143 000 reisten aus Deutschland an, 77 000 aus dem Ausland. 370 700 Nächte wurden gezählt, ein Wachstum von 17,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Allein im Sommerhalbjahr waren es nach den Daten des Statistischen Landesamts nur in der Kreisstadt 141 000 Ankünfte und 238 000 Nächte. Die Bettenauslastung betrug 59,5 Prozent.

In kaum einer bayerischen Region entwickelt sich der Kurzurlaub derart rasant und nachhaltig wie in Erding. Die Steigerungsraten von 16,4 (Ankünfte) und 17,2 Prozent (Übernachtungen) im Sommerhalbjahr sind unerreicht: In Oberbayern waren es 5,7 beziehungsweise 3,9 Prozent, landesweit 5,7 beziehungsweise 3,4 Prozent. Bemerkenswert: Nur im unteren einstelligen Bereich bewegen sich auch die Zuwachsraten im Nachbarkreis Freising.

Für den Erdinger Landrat steht fest: Therme, Messe und Flughafen seien die großen Leuchttürme. „Steigend ist jedoch auch die Nachfrage nach Kurzurlaub im Münchner Umland.“

Bayerstorfer und Pech freuen sich, dass die Marketingstrategie auf den Tourismusmessen aufgeht. Bereits Mitte Januar ist der Landkreis wieder in Berlin vertreten – auf der Grünen Woche. 40 000 Euro ist dem Landkreis diese Werbung wert.

Hans Moritz

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