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Der TSV Dorfen war ein herausragender Gastgeber.

Niederlage gegen den TSV 1860 München

TSV Dorfen: Das schönste Pokal-Aus aller Zeiten

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Der TSV Dorfen hat das Pokal-Spiel gegen den TSV 1860 München verloren. Und doch hat er alles richtig gemacht.

Dorfen – Am ungeduldigsten ist ein 50-jähriger Münchner gewesen. „Der ist schon am Tag vorher aus dem Hasenbergl angereist“, erzählt Franz Bauer und schüttelt mit dem Kopf, „mit dem Taxi. Er hat sich dann für 70 Euro ein Zimmer genommen und sich aufs Spiel gefreut.“ Vermutlich hat der Mann einen sehr schönen Abend erlebt – so wie die 2500 anderen Zuschauer auch, die den 7:0 (1:0)-Sieg der Münchner Löwen beim TSV Dorfen erleben durfte. Offiziell ist es die zweite Runde im Totopokal, in Wahrheit das größte Fußballspiel in der Vereinsgeschichte des TSV Dorfen. 

Ganze Hundertschaften an Ehrenamtlichen haben vor, während und nach dem Spiel dafür gesorgt, dass alles glatt läuft. Die vom ESC Dorfen geborgte Zusatztribüne hielt der Belastung locker stand. Die Eishackler dürfen übrigens dafür die Parkgebühren (drei Euro pro Auto) kassieren, was den Nachwuchsmannschaften zu Gute kommen soll. Um 14.30 Uhr sei bereits das erste Auto auf den Parkplatz gefahren, erzählen die Ordner. Punkt 16.45 Uhr fährt dann der Mannschaftsbus der Löwen direkt vors Dorfener Stadion. Ein kurzes Interview, Herr Mölders? „Nein, bitte nicht vor dem Spiel“, sagte der ehemalige Bundesliga-Profi und schenkte dann kurz darauf den Dorfenern zwei Buden ein. 

Apropos Einschenken: Seit über 20 Jahren ist Karl Zitzl der Chef am TSV-Kiosk. Er und sein Team sind bestens gerüstet: „Wir haben warmen Leberkäs für 2000 Semmeln, Wurst für 1500 Semmeln, 150 Käsesemmeln, 20 Gläser Essiggurken und zehn Kübel Senf“, zählt er auf. Das Geschäft brummt. „Das war 2002 ganz anders“, erinnert er an das Spiel gegen Fenerbace Istanbul. Damals seien sogar 3500 Zuschauer vor Ort gewesen. „Wir hatten 1000 Paar Putenwiener. 900 sind uns übrig geblieben, weil die türkischen Fans nur heißes Wasser für ihren Teebeutel wollten.“ Ehrlich? „Natürlich stimmt das“, sagt er und bedient schon den nächsten. Wenige Meter daneben steht Dorfens Polizeivize Hans Rumpfinger. Sehr entspannt. Das ist schon seit dem Gespräch mit den anderen Sicherheitskräften so. Er sei „mit allem sehr zufrieden“. 

Alles ist friedlich. Es ist tatsächlich ein Fußballlfest. Und dass die Löwen gewinnen, stört selbst Franz Bauer, den Ur-Dorfener nicht. Er trägt einen Schal des TSV Dorfen, aber auch ein blaues Shirt vom Löwen-Fanclub Taufkirchen.

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