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Tunnel-Bürgerinitiative startet Infokampagne

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So soll es sein: Die S-Bahn fährt im Tunnel unter Erding hindurch in Richtung Flughafen. Foto: MVV
So soll es sein: Die S-Bahn fährt im Tunnel unter Erding hindurch in Richtung Flughafen. Foto: MVV

Erding - Die Bürgerinitiative (BI) Bahntunnel Erding setzt voll auf die Landesgartenschau. Sie möchte die Bewerbung nutzen, um auf die Dringlichkeit eines untertunnelten S-Bahn-Ringschlusses hinzuweisen.

2010 wird von der Bürgerinitiative (BI) Bahntunnel Erding als Schlüsseljahr betrachtet. Am Montag wird feststehen, ob Erding die Landesgartenschau 2018 ausrichten darf. Heuer werden zudem die Pläne bekannt, wie und wo S-Bahn-Ringschluss und Walpertskirchener Spange realisiert werden sollen. „Wir wollen jetzt mit Nachdruck auf die Notwendigkeit der Untertunnelung der Stadt Erding im Zuge des Schienenausbaus hinweisen“, so BI-Vorsitzender Winfried Busch am Freitag nach einer Vorstandssitzung. Die BI werde sich mit einer Reihe an Veranstaltungen für eine Tunnel- oder Troglösung stark machen, versprach Busch.

Der Startschuss fällt bereits am kommenden Mittwoch, 10. Februar. Um 20 Uhr haben im Gasthof Mayr-Wirt betroffene Bürger die Möglichkeit, ihre Sorgen und Nöte bezüglich der Gleisführung durch die Kreisstadt vorzubringen. Zugesagt haben bereits Bürgermeister Max Gotz und einige Stadträte. BI und Stadtpolitik wollen weiter eng zusammenarbeiten, wie es zuletzt in der Jahreshauptversammlung im Dezember betont worden ist.

Ab sofort findet alle zwei Monate ein Stammtisch wiederum im Mayr-Wirt statt, an dem Neuigkeiten ausgetauscht werden sollen.

Auch die Kultur wird mit eingebunden. Peter Heger startet mit einer Samba-Truppe die Aktion „Trommeln für den Tunnel“. Ein genauer Termin steht laut Vorstand aber noch nicht fest.

Direkt an den Bahnschranken ist eine weitere Veranstaltung geplant. Fußgänger, Rad- und Autofahrer sollen vor Ort auf die zu erwartenden längeren Schließzeiten der Schlagbäume hingewiesen werden, sollten Trog- oder Tunnellösung scheitern.

Der BI ist auch klar, dass die Olympia-Bewerbung 2018 von München, Garmisch-Partenkirchen und Königssee die Entscheidungen zum Bau des Ringschlusses beeinflussen werden. „Gerade deswegen kann Erding nicht früh genug damit beginnen, auf die Notwendigkeit des Tunnels für den Ort und die Menschen in den betroffenen Stadtteilen hinzuweisen“, so Busch. Mit am stärksten von einer oberirdischen Gleisführung wäre der Stadtteil Langengeisling betroffen, dem eine Abkopplung von Erding droht. Im Sportheim des FC Langengeisling wird es eine eigene Infoveranstaltung geben.

Weitere Infos über die Bürgerinitiative und die Termine gibt’s im Internet unter www.bahntunnel-erding.com.

Hans Moritz

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