Turnhalle wird wieder Notunterkunft

Landkreis - Die abrupt steigende Anzahl der Asyl suchenden Menschen ändert auch die Lage im Landkreis Erding schlagartig. Der Platz geht aus. Jetzt muss die Turnhalle der Berufsschule Erding wieder herhalten.

Die Turnhalle der Berufsschule Erding wird abermals zur Notunterkunft für Flüchtlinge: Bis zu 200 Asylbewerber werden voraussichtlich ab Donnerstag, 6. August, dort untergebracht.

Hintergrund, so die Pressesprecherin des Landratsamts, Christina Centner, ist ist das Inkrafttreten des Notfallplans der Regierung von Oberbayern. Danach müssen oberbayerische Landkreise und kreisfreie Städte sehr kurzfristig jeweils 200 bis 300 Asylbewerber vorübergehend unterbringen. Landrat Martin Bayerstorfer hat seine Hilfe zugesagt und einen Koordinierungsstab eingerichtet, der die Unterbringung der Flüchtlinge vorbereitet.

Die Turnhalle der Berufsschule habe sich als Notunterkunft bewährt, und die technischen Voraussetzungen seien nach wie vor vorhanden. „Aufgrund der Sommerferien wird der Schulbetrieb auch nicht eingeschränkt“, so Centner.

Mit Unterstützung von Hilfsorganisationen und Firmen schaffen die Mitglieder des Koordinierungsstabs derzeit die notwendigen baulichen und organisatorischen Voraussetzungen, „um die Flüchtlinge menschenwürdig aufnehmen zu können“, so die Pressesprecherin. Dazu gehören neben der Einrichtung der Turnhalle selbst wieder das Aufstellen von Sanitärmodulen und eines Versorgungsbereichs, in dem die Flüchtlinge ihre Mahlzeiten einnehmen können. Ein Caterer wird die Versorgung übernehmen, ein Sicherheitsdienst rund um die Uhr vor Ort sein. Die Erdinger Helferkreise werden um Unterstützung gebeten.

Die mit der Notunterkunft verbundenen Veränderungen und Einschränkungen entsprechen denen vom vergangenen Jahr. Beispielsweise kann der Fußweg der Berufsschule zwischen Fichtenstraße und Freisinger Straße nicht genutzt werden, weil das Gelände mit einem Bauzaun abgesperrt wird. Centner: „Auch die Vereine müssen in den kommenden Wochen zurückstecken, weil die Halle nicht mehr zur Verfügung steht.“

Bayerstorfer ist sich der Herausforderung bewusst: „Diese Aufgabe bedeutet weiterhin einen enormen Kraftakt für alle Beteiligten.“ Bereits jetzt bedanke er sich bei allen Bürgern „für Verständnis und Toleranz gegenüber den Flüchtlingen“. ml

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