Bald Vergangenheit: Die Bahn plant die Eisenbahnüberführung in Anning Richtung Dorfen zu verlegen. Foto: prä

Bahnausbau

Über sieben Brücken fährt der Zug

Dorfen - Beim zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing werden Planungen für sieben Eisenbahnüberführungen im Bereich Dorfen konkret. Die Stadt fordert „keine wesentlichen Änderungen“.

Einzelmaßnahmen des Bahnausbaus werden unabhängig des Gesamtprojektes vorbereitet. Dazu gehören die Anpassung oder Erneuerung von Bahnübergängen. Insgesamt sieben Übergänge gibt es alleine im Stadtbereich. Für Embach, Esterndorf und Anning hat der Bauausschuss des Stadtrates am Mittwoch Planungsvereinbarungen mit der Deutschen Bahn AG abgeschlossen.

Dies sei eine „Notwendigkeit“, damit die Bahn weiterplanen könne, erklärte Bauamtsleiter Franz Wandinger. Die Bauwerke müssen für den Bahnausbau geändert werden. Bei allen drei Bahnbrücken werden Gemeindeverbindungsstraßen überführt, daher die Beteiligung der Stadt. Wandinger wies darauf hin, dass, wie bei allen zusätzlichen Änderungsforderungen, der Antragsteller die Kosten zu tragen habe. In der Bauphase der Übergänge müsse man mit Komplettsperrungen der betroffenen Gemeindestraßen rechnen. Das könne „mehrere Jahre“ dauern. Ein Problem sei, dass dort teilweise Schulbusse und auch landwirtschaftliche Fahrzeuge unterwegs sind. Die Höfe seien im Bereich zwischen Anning und Embach nördlich der Bahnlinie, Äcker und Felder überwiegend auf der Südseite.

Unproblematisch sei die fast sechs Meter hohe Brücke in Esterndorf. Die soll auf 4,5 Meter lichte Höhe verringert werden. Damit haben Busse und Landwirtschaft keine Probleme, sagte Wandinger.

Anders in Embach. Dort bestehe ein Interesse, den Übergang zu erhöhen, weil Busse und auch die Landwirtschaft oder große Feuerwehrfahrzeuge Probleme mit der Durchfahrt hätten, sagte Vize-Bürgermeister Günther Drobilitsch (GEM). Die Durchfahrt soll auf 3,5 Meter erhöht werden. „Ganz grob geschätzt“ könnte der Stadt eine Planungskostenbeteiligung für Embach bis rund 10 000 Euro entstehen, meinte Wandinger. Ganz anders seien die Summen bei der Baukostenbeteiligung. Über eine Ausführung könne der Bauausschuss aber dann noch entscheiden. In Anning werde von der Bahn laut Wandinger geprüft, die Überführung etwa 70 Meter Richtung Dorfen zu verlegen. Dies schaffe günstigere Baubedingungen und eine verkehrsgünstigere Unterführung für den Straßenverkehr. Dieses Vorhaben der Bahn wurde mehrheitlich begrüßt.

Im einstimmigen Beschluss wurde festgehalten, dass die Stadt keine wesentlichen Änderungsforderungen habe und es daher auch zu keiner Kostenbeteiligung kommen sollte. Die Überführungen in Esterndorf und Embach sollten wegen der Straßensperrungen nicht gleichzeitig gebaut werden.

Hermann Weingartner

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