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Anfang August starb auf der FTO bei Reisen eine 80-Jährige. Bei dem Crash gab es zudem mehrere Schwerverletzte

Unfallbilanz für den Landkreis Erding

Zahl der Verkehrstoten stark gesunken

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Landkreis - Die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten ist 2015 im Landkreis Erding im Vergleich zum Vorjahr stark zurückgegangen, bleibt aber auf einem hohen Niveau. Acht Menschen verloren ihr Leben auf der Straße.

2014 war die Zahl der Verkehrstoten auf 14 hochgeschnellt, der höchste Wert seit Jahren – und das gegen den bundesweiten Langzeittrend. Vor allem der Herbst 2014 war ein blutiger. Binnen weniger Tage verloren im Gemeindebereich Taufkirchen drei junge Männer ihr Leben. Im September waren zwei Menschen bei einem Unfall nahe Eicherloh getötet worden, darunter ein Kind. Die Situation hat sich 2015 deutlich entspannt, dennoch blieben den Einsatzkräften entsetzliche Bilder nicht erspart. Acht tödliche Unfälle waren es nach Aufzeichnungen unserer Zeitung. Das Jahr ist erst drei Tage alt, als auf der B 388 bei Eichenried der erste Verkehrstote zu beklagen ist. Ein 88-Jähriger kommt von der Fahrbahn ab. Er war allerdings schwer krank. Möglicherweise war die Vorerkrankung ursächlich. Auf der berüchtigten Kreuzung bei Indorf geschieht am 29. April ein schlimmer Unfall. Eine 34-Jährige steuert ihren BMW X5 offensichtlich ohne zu schauen über die Kreisstraße Altenerding-Walpertskirchen. Der schwere Geländewagen erfasst ein Auto. Darin stirbt eine 41-Jährige. Vermutlich sofort tot ist ein Motorradfahrer (49), der am 6. Juni mitten in der Nacht auf dem Südring des Flughafens gegen einen Laternenmast prallt. Von einem abbiegenden Lastwagen erfasst und getötet wird am 3. August eine Radfahrerin (69) auf der Angermaier-Kreuzung in Dorfen. Die Frau muss im toten Winkel des 31 Jahre alten Lkw-Fahrers gestanden haben. Nur zwei Tage später kracht es auf der Flughafentangente zwischen Erding und dem Airport. Eine 80-Jährige gerät immer weiter auf die Gegenfahrbahn, wo ihr Kleinwagen mit zwei Fahrzeugen kollidiert. Die Frau ist sofort tot, es gibt vier zum Teil schwer Verletzte. Auf der A 92 kommt am 9. September ein Münchner zu Tode. Zwischen den Anschlussstellen Erding und Freising Ost gerät der VW Touran des 44-Jährigen bei einem Auffahrunfall unter das Heck eines Lastwagens. Anschließend erfasst ein BMW X5 den VW. Der BMW-Fahrer (33) erleidet schwere Verletzungen. Der entsetzlichste Unfall ereignet sich am 11. November auf der B 15 bei Sankt Wolfgang. Ein Dorfener (27) rast mit seinem 5er BMW frontal in einen leeren Bus, der Flüchtlinge in den Warteraum Asyl in Erding gebracht hat. Der frisch vollgetankte Bus gerät in Brand. Der Pkw-Fahrer ist sofort tot. Seine Lebensgefährtin auf dem Beifahrersitz wird schwer verletzt und muss alles mit ansehen. Fahrer und Begleiter im Bus werden nur leicht verletzt. Ein Pizzabote stirbt am ersten Weihnachtsfeiertag auf der Staatsstraße Erding-Kirchheim. Bei Weiherhäuser kommt der VW Polo des 19 Jahre alten Poingers aufgrund viel zu hohen Tempos von der Fahrbahn ab, prallt gegen mehrere Bäume und überschlägt sich. Ein weiteres Jahr bewährt hat sich das nahezu durchgängige Überholverbot auf der Flughafentangente zwischen Passauer und Deggendorfer Autobahn. Hier ist die Zahl schwerer Unfälle weiter stark rückläufig. Vor allem rücksichtslose Überholer hatten auf der kurvenreichen und schwer einsehbaren Fahrbahn inner wieder folgenschwere Zusammenstöße verursacht. Die rückläufige Zahl der Verkehrstoten im Erdinger Land passt in den bundesweiten Trend. Bundesweit kamen im Vorjahr 3450 Menschen ums Leben. Im Vergleich: 1991 waren es noch 11 300 gewesen. 2012 starben im Landkreis sieben Menschen im Verkehr, 2013 waren es sechs, im Jahr darauf 14.

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