Unfallschwerpunkte 

Gefahr für Autofahrer: Landratsamt lässt Bäume fällen

Ein Reh springt über die Fahrbahn, eine Autofahrerin weicht aus, verliert die Kontrolle, ihr BMW kracht gegen einen Baum, die 21-Jährige wird mittelschwer verletzt. So geschah es im Oktober 2014 auf der Kreisstraße ED 5 auf Höhe Kempfing. Das wird so nicht mehr passieren. Der Baum wird umgeschnitten. Solche Fällungen aus Gründen der Verkehrssicherheit verkündete Landrat Martin Bayerstorfer am Montag im Kreisausschuss für insgesamt vier Stellen.

Landkreis– Das Landratsamt habe Unfallhäufungen in den Jahren 2012 bis 2016 untersucht, berichtete Bayerstorfer. Gefährliche Bäume würden an der ED 5 zwischen Schwaig und Oberding (acht Verletzte) sowie an der ED 7 bei Notzing gefällt (fünf Unfälle mit zwei Verletzten). An der ED 1 bei Maria Thalheim haben sich laut Bayerstorfer fünf Unfälle mit zwei Verletzten ereignet. Hier handle es sich aber um eine „prägende Baumreihe“. Daher werde versucht, die Sicherheit im Winter durch die Verlängerung eines Schneefangzauns zu verbessern. Dennoch habe die Untere Naturschutzbehörde auch dort vier Bäume zur Fällung freigegeben. Diese seien bereits beschädigt.

Und dann noch der Unfallschwerpunkt bei Kempfing: Dort waren es elf Unfälle mit einem Toten und zwölf Verletzten. Eineinhalb Jahre vor dem Unfall der 21-Jährigen hatte sich dort ein besonders schrecklicher Crash ereignet. Ein Dodge Ram schleuderte gegen einen Baum. Ein 18-Jähriger starb, alle sechs Beifahrer wurden verletzt, teilweise mit schweren Folgen bis heute. Auf eine Entscheidung des Landratsamts wurde danach nicht gewartet. Ein Unbekannter fällte das tödliche Hindernis in einer Nacht- und Nebelaktion.

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