Die beiden Autoren Bodo Gsedl (l.) und Peter Keilhacker mit dem Cover des Buches über Carl Hierl. Foto: Renner

Ungeschönte Erinnerungen an Carl Hierl

Taufkirchen - Er war ein Leben lang Visionär. Sein Leben war geprägt von Gottvertrauen, Entschlossenheit und Kreativität. Der 2003 verstorbene Taufkirchener Ehrenbürger Carl Hierl würde am 25. November 100 Jahre alt werden. Bodo Gsedl und Peter Keilhacker haben zu Hierls 100. Geburtstag ein Buch geschrieben.

Es erinnert unter dem Titel „Leben heißt kämpfen“ an das wechselvolle Leben des Gründers von Himolla.

Aus einem Sattlerbetrieb seiner Vorfahren hatte Hierl den einst größten Polstermöbelkonzern Europas geschaffen. Sein unternehmerischer Mut, sein scharfsinniger Marktinstinkt, verhalfen Hierl nicht nur zu großem wirtschaftlichem Erfolg, sondern auch zu Ansehen. Aber Ruhm und Erfolg führten auch immer wieder zu Chaos, Fiasko und Niederlage. Für die Durchsetzung seiner Vorstellungen schonte Hierl weder sich, er opferte auch kompromisslos das Wohl seiner Angehörigen und Freunde. 1966 kam der große Absturz, als Hierl durch unternehmerische Fehlentscheidungen scheiterte und Himolla verlassen musste. Doch er baute sich eine zweite Existenz als Blumenhändler auf.

Das Buch ist keine Biografie, „kein Jubel-Buch“, wie Autor Peter Keilhacker, ein Neffe des Verstorbenen, klarstellt. Es ist vielmehr eine ungeschminkte Darstellung des Leben Carl Hierls, dem viele Menschen ihr Wohlergehen zu verdanken haben. Denn auch in den letzten Jahrzehnten seines Lebens hatte Hierl den finanziellen Erlös hauptsächlich Bedürftigen gespendet.

Das Buch ist ab 26. November im Handel. Es hat 272 Seiten mit vielen Bildern und kostet 19,90 Euro. Erhältlich ist das Buch in Taufkirchen bei „Lesen & Schenken“ und in Dorfen in der Dorfener Buchhandlung.

Anton Renner

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