Sie alle wollen das Schloss behalten: Bürgermeister Franz Hofstetter (vorne, 2. v. r.) freute sich über die übergebenen Unterschriftenlisten und das Bild der Oase-Kinder. Foto: Lang

Unterschriftenaktion: 2473 Mal Ja zum Wasserschloss

Taufkirchen - Genau 2473 Unterschriften haben die Mitglieder des Fördervereins Schloss und des Gewerbevereins Taufkirchen gesammelt, um den Erhalt des Wasserschlosses für die Bevölkerung zu unterstützen. Dort wurden sie kurz vor 2016 von Uli Wolter an Bürgermeister Franz Hofstetter übergeben.

Wolter dankte auch dem Oase-Verein und dem Naturkindergarten, der Kreismusikschule, SOVIEs und dem Montessori-Verein, die sich ebenfalls an der Sammlung von Unterschriften beteiligt hatten. Es sei ein „eindrucksvolles Ergebnis“, meinte der Vorsitzende des Fördervereins. „Es zeigt, wie die Menschen zum Wasserschloss stehen und, dass die öffentliche und gemeinnützige Nutzung erhalten bleiben sollte.“ Nach dem Tod des letzten Schlossherren, Nico Forster, ging das Eigentum auf seine Erbengemeinschaft über, die dass Wasserschloss verkaufen will. Ein ungenannt bleiben wollender Investor hätte es nur übernommen, wenn die Gemeinde auf ihre Nutzungsrechte verzichtet hätte (wir berichteten).

Das Ergebnis sei nicht überraschend, sagte Wolter. Denn schon eine frühere Umfrage habe ergeben, wie wichtig das Schloss den Taufkirchenern sei. Was daraufhin auch im Leitbild festgehalten wurde. Er erinnerte zudem an die 750-Jahrfeier. Dies alles zeige „unmissverständlich“, welche große Bedeutung das Schloss nicht nur für die Gemeinde und den Ort Taufkirchen, sondern auch für die Region habe. Diese überregionale Bedeutung sollte auch den Entscheidungsträger im Gemeinderat klar sein. Es gehe um die Chance, die Zukunft der Region ein Stück weit mitzugestalten.

Hofstetter nahm die Unterschriftenlisten und ein Gemälde der Oase-Kinder strahlend entgegen. Er sei von Anfang an, ein eifriger Befürworter gewesen und habe sich immer dafür eingesetzt, das Schloss der Bevölkerung öffentlich zugänglich zu machen, sagte er. Mittlerweile sei es der Mittelpunkt des Ortes, werde von kleinen Kindern bis zu Senioren belebt. Er bat um weiterhin so engagierte Unterstützung und erklärte, dass er überlege, eine Bürgerversammlung zum Thema Schloss durchzuführen, um eine offene Diskussion zu ermöglichen. Denn es gebe durchaus auch Kritiker, die befürchten, dass das Schloss für die Gemeinde zu teuer werde. „Wir untersuchen alles“, versprach er. Erst wenn verlässliche Zahlen und Fakten vorlägen, auf die man bauen könne, werde eine Entscheidung getroffen. Einiges sei in Angriff zu nehmen: Heizung und Sanitär sowie das Elektrische und der Brandschutz, führte der Bürgermeister weiter aus. Alle Varianten sollten durchgespielt werden.

Er bat die Anwesenden, aktiv raus zu gehen und mit den Leuten zu diskutieren, auch mit den Kritikern. „Das Schloss geben wir nicht auf“, beteuerte er. Auch werde man die Nutzungsrechte nicht einfach verkaufen. Aber er aber auch zu: „Wir wollen nicht im stillen Kämmerlein entscheiden“, sondern schauen, wie das Schloss zum Wohle aller erhalten werden könne.

Birgit Lang

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