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Ein Zugführer hatte nach eigenem Bekunden bei Dürnberg (Kreis Erding) ein Kind neben dem Gleis liegen sehen. Die ausgelöste Suchaktion blieb ohne Ergebnis.

Pendler müssen zwei Stunden im Zug warten

Vergebliche Suche nach Kind am Bahngleis

Hörlkofen – Große Aufregung am Donnerstagabend bei Hörlkofen: Polizei und Bahnbeamte suchten nach einem Kind im Gleisbereich. Ein Lokführer hatte sie alarmiert.

Die Pendler, die am Donnerstagabend mit dem 18.38-Uhr-Zug der Südostbayernbahn aus München Ost heim nach Dorfen oder weiter Richtung Mühldorf fahren wollten, bekamen von der Aktion nichts mit. Ihr Zugführer hatte sie allerdings ausgelöst. Er hatte der Einsatzzentrale gemeldet, dass er ein Kind neben dem Gleis hinter dem Bahnübergang bei Dürnberg habe liegen sehen.

Die Einsatzzentrale gab den Sachverhalt an die Polizei weiter, die Bundespolizei rückte später mit einem Hubschrauber an. „Den Heli haben wir gleich nach der Meldung, die Person im Gleisbereich betreffend, vom Einsatz bei der Bombensprengung in München nach Hörlkofen beordert“, hieß es am Freitag aus der Pressestelle der Bundespolizei München. „Der Heli und eine Streife haben etwa eine halbe Stunde lang den entsprechenden Bereich an der Bahnstrecke abgesucht, aber nichts gefunden“, so der Pressesprecher. Auch eine Streife der Erdinger Polizei beteiligte sich an der Suche, sagte Inspektionschef Anton Altmann. Hier war die Meldung eingegangen, dass ein Kind neben dem Bahngleis liege – etwa drei Kilometer vor dem Bahnhof Hörlkofen.

„Es gab keine Zugausfälle, lediglich Verspätungen von insgesamt etwa 90 Minuten“, teilte am Freitag ein Sprecher der Deutschen Bahn mit. Die Strecke war wegen der am Ende ergebnislosen Suche von 19.26 bis 20.46 Uhr gesperrt, das Krisenmanagement der Bahn vor Ort. „Wir haben dann die beiden Züge, die von der zeitweisen Streckensperrung betroffen waren, zurückgehalten“, so der Sprecher der Bahn. Wann genau die Züge dann wieder fahren oder abfahren können, sei nicht zu kommunizieren gewesen: „Wir wissen ja nicht, wie lange so eine Suche dauert.“

Lange genug jedenfalls dauerte es den Fahrgästen der beiden Züge, bis sie endlich am Ziel waren. Der Zug, der um 19.07 Uhr am Hauptbahnhof München abgefahren war, blieb laut dem Bahnsprecher 79 Minuten in Markt Schwaben stehen. Der nächste, Abfahrt 19.48 Uhr in München Hauptbahnhof, fuhr nur bis Markt Schwaben. Die Reisenden stiegen in den dort wartenden ersten SOB-Zug um, ihr ursprünglicher Zug fuhr danach gleich nach München zurück. Gegen 21 Uhr kamen die Fahrgäste dann endlich in Dorfen an.

ML

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