Verkehr durch Buch am Buchrain hat zugenommen

Buch am Buchrain - Erneut hat sich der Verkehr durch Buch am Buchrain an gewissen Werktagen erhöht. Auch mit Rasern hat die Gemeinde nach wie vor ein Problem. Das belegt eine neue Verkehrszählung.

Einige Gemeinden im südlichen Landkreis haben seit der Fertigstellung der Autobahnausfahrt Pastetten mit deutlichen erhöhtem Verkehr zu kämpfen. Dazu gehört auch Buch am Buchrain. Bereits zweimal war seit der Eröffnung des neuen A 94-Abschnitts gemessen worden. Von Dienstag, 5. November, bis Dienstag, 12. November, war der Verkehr erneut beobachtet worden.

Die Ergebnisse der Zählung wurden in der Ratssitzung von Bürgermeister Ferdinand Geisberger (CSU) und SPD-Gemeinderat Robert Ulzhöfer vorgestellt. Wie im November 2012 hat man wieder an vier Standorten die Fahrzeuge gezählt. Insgesamt 46 414 wurden an der Haupt-Messungsstelle, bei der Ortseinfahrt am Haidfeld, gezählt - 43 900 Autos und 1.200 Lastwagen. „Hier wurde uns wieder der extrem hohe Verkehr in Richtung Harthofen am Morgen bestätigt“, berichtete Ulzhöfer. Bei der anderen Ortseinfahrt an der Hauptstraße, die weiter nach Isen führt, passierten auf beiden Spuren insgesamt 40 000 Fahrzeuge die Messstelle.

Deutlich kleiner sind die Zahlen bei den Gemeindeverbindungsstraßen nach Walpertskirchen beziehungsweise Mitterbuch. Die Erdinger Straße passierten in dieser Woche 11 000, die Pemmeringer Straße 6600 Fahrzeuge. Bei beiden Messplätzen gebe es kaum einen Unterschied bei der Anzahl der Autos in beiden Fahrtrichtungen, erklärte Geisberger.

Interessant fand Ulzhöfer, der hauptberuflich als Verkehrsplaner tätig ist, dass an dem Sonntag mehr Verkehr durch Buch herrschte als am Samstag. Deutlich erhöht hat sich der Verkehr am Montag und Donnerstag, wo an die 8000 Fahrzeuge gezählt wurden. Zum Vergleich: 2012 waren es an den beiden Tagen nur knapp über 7000. Das ist eine Steigerung von vier bis fünf Prozent.

„Möglicherweise hat sich die A 94 noch mehr rumgesprochen“, kommentierte das Ulzhöfer. „Die Fahrer suchen eben den kürzesten Weg zur Autobahn, und der geht nun mal durch Buch“, meinte auch Geisberger.

Nach wie vor passieren Buch am Buchrain viele Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit, die Mehrheit hält sich aber an die 50 km/h. Sogar Fahrzeuge mit über 75 km/h wurden an den verschiedenen Standorten beobachtet.

Hoch sind auch die so genannten V 85-Werte, die von Ulzhöfer vorgestellt wurden. Diese sollen das tatsächliche Fahrverhalten wiedergeben und die Geschwindigkeit beschreiben, die von 85 Prozent der unbehindert, also außerhalb von Staus, fahrenden Autos nicht überschritten wird. Bei der Zählung am Haidfeld lagen diese Werte an den unterschiedlichen Tagen immer zwischen 58 und 61 km/h. Noch höher waren die V 85-Werte (zwischen 63 und 67 km/h) bei der Messung an der Hauptstraße.

Laut Gemeindechef Geisberger sollen die Daten der Verkehrszählung wieder an die Polizei und die kommunale Verkehrsüberwachung weitergegeben werden. Zur Vorbeugung gegen Raser hat die Gemeinde in der Haushaltsvorberatung schon die Gelder für die Anschaffung von Geschwindigkeitsanzeigetafeln eingestellt.

mot

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