Verpuffung in Biogasanlage: Gutachter soll Explosionsursache klären

Eichenried - Wie es zu der schweren Explosion am Donnerstagnachmittag in einer Biogasanlage in Eichenried kommen konnte, ist auch am Tag danach noch völlig unklar.

Biogas-Anlage fliegt in die Luft: Zwei Verletzte

Gutachter sollen nach Angaben von Bodo Urban von der Erdinger Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft Landshut den Hergang klären. Möglicherweise waren Rohrverbindungen undicht. Der Zustand des 22-Jährigen, der bei der Verpuffung lebensgefährliche Verbrennungen erlitten hat, wird weiterhin als sehr kritisch eingestuft. Seine Haut soll zu mindestens 50 Prozent verbrannt sein, und das dritten Grades. Er liegt in einer Münchner Klinik, die sich auf die Versorgung schwerst Brandverletzter spezialisiert hat.

Die Feuerwehren aus der gesamten Umgebung waren bis 18.30 Uhr im Einsatz. Nach Angaben von Herbert Reuther, Zugführer der Feuerwehr Altenerding, mussten zunächst Windrichtung und Gaskonzentration laufend überprüft werden, um im Gefahrfall rechtzeitig evakuieren zu können. „Denn es war nach wie vor Gas zu riechen.“ Dazu war eine große Zahl an Atemschutzgeräteträgern erforderlich. „Vergärung und Gasbildung konnten ja nicht einfach auf Null runtergefahren werden“, so Reuther. Am Abend trafen dann Experten der Berufsgenossenschaft sowie eines Biogasanlagen-Herstellers an der Unglücksstelle ein. Sie überprüften alle Leitungen und technischen Anlagen auf Dichtigkeit. Bei dem Unglück handelte es sich um die schwerste Explosion sei Jahren.

(Hans Moritz)

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