Vier Jahre Haft für Handel mit Doping-Mitteln

München - Wegen Handels mit Doping-Präparaten ist ein 40-jähriger Kaufmann am Donnerstag vom Münchner Landgericht zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Zu seinen Kunden zählten auch angesehene Leute.

Der Mann bezog die Wirkstoffe für die Präparate aus China. In einem Labor im Keller seines Hauses in Feldkirchen-Westerham im Landkreis Rosenheim stellte er Injektionslösungen und Tabletten für den Muskelaufbau her. Zu seinen Kunden zählten auch ein Medizin-Professor und ein früherer Deutscher Vizemeister im Kickboxen. Der Angeklagte sandte ihnen die Präparate mit der Post zu. Ein Paket wurde im September 2010 vom Zoll am Münchner Flughafen beschlagnahmt - dadurch kamen die Ermittlungen in Gang.

Der Angeklagte sagte zum Prozessauftakt, er nehme selbst seit 20 Jahren Doping-Mittel - zunächst zur Behandlung seiner Epilepsie, später wegen der Leistungssteigerung durch die Injektionen. Anfangs sei es kein Problem gewesen, Testosteron vom Arzt zu bekommen. Später habe er es in Internet-Apotheken und schließlich aus China bezogen.

dpa

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