Volksmusiktage Erding 2015
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Miteinander und füreinander musizieren: Bei den Erdinger Volksmusiktagen am vergangenen Wochenende wurde die Grenze zwischen Mitwirkenden und Publikum immer wieder aufgehoben.
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Miteinander und füreinander musizieren: Bei den Erdinger Volksmusiktagen am vergangenen Wochenende wurde die Grenze zwischen Mitwirkenden und Publikum immer wieder aufgehoben.

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Volksmusiktage begeistern alle Generationen

Erding - Miteinander und füreinander musizieren: Bei den Erdinger Volksmusiktagen am vergangenen Wochenende wurde die Grenze zwischen Mitwirkenden und Publikum immer wieder aufgehoben.

Das Volksliedersingen am Freitagvormittag mit den Grundschulkindern in den Schulen der Herzogstadt bildete den Auftakt zu den Erdinger Volksmusiktagen. Organisiert hatte das Singen die Kreismusikschule mit ihrem Leiter Bernd Scheumaier. Kreisvolksmusikpfleger Reinhard Loechle war dabei und berichtete beim bestens besuchten Hoagarten im Mayr-Wirt am Freitagabend begeistert davon. Die Kinder hätten „super mitgemacht und schee boarisch gsunga“. Loechles Fazit: „Da ist uns nicht Angst um die gute Volksmusik.“

Und der wurde beim Hoagarten leidenschaftlich gehuldigt. Zwischen den Darbietungen sangen alle gemeinsam, begleitet von Loechle auf der Quetschn. Die Liedtexte waren an die Zuhörer ausgeteilt worden, die beherzt ihre Stimmen erhoben. Texte wie „Der einsame Säufer“ oder „Und wann i amoi gstorbn sollt sein“ erklangen, gewürzt mit Galgenhumor. Der schwang auch in den Liedern der Haarbacher Sänger übers Musizieren und die Liebe mit. „Ja da muaß oana hi wern, ob er wui oder ned“, war die Bilanz so mancher Paargeschichte.

Der Reithofner Zwoagsang sang von feschen Burschen auf Brautschau und darüber, dass die Liebe durch den Magen geht. Auch die Dingolfinger Tanzlmusi machte einem den Mund wässrig: „Wos gibt’s denn heid auf’d Nacht? Heid gibt’s a Rehragout“ servierte die Gruppe den Gästen. Bei der schwungvollen Musi hätte mancher gerne das Parkett erobert. Das ging in der vollen Wirtsstube jedoch nur im Geiste. Aber mitwippen im Takt ging immer, etwa wenn die Familienmusik Ernst frisch aufspielte. Sie brachte in Erinnerung an den verstorbenen Mundartdichter Georg Lohmeier den „Amtsgerichtslandler“ und die „Amtsgerichtspolka“ zu Gehör.

Ihren persönlichen Weg in die neue Volksmusik ging das Trio „DeSchoWieda“ mit eigenen Liedern. „Heid moi ned an moing denga“ rieten die drei Burschen dem Publikum, erzählten vom ungemütlichen Grantler und dem gemütlichen Eder, der schon mal einen Fußmarsch in Kauf nimmt, wenn er wegen seines „Sitzaden“ das letzte Taxi verpasst.

Eine Auszeit vom Alltag schenkte am Samstagvormittag das Jugendorchester der Stadtkapelle Erding mit Leiter Martin Hirsch dem Publikum. Beim Konzert auf dem Kleinen Platz mit viel Sonnenschein spielten die Jugendlichen mitreißende Blasmusik. Dabei bereisten sie nicht nur bayerische Gefilde, sondern unternahmen auch Abstecher in die Popmusik. Ob „Mindelheimer Galopp“, „Sternpolka“ oder der bluesige Song „Rolling in the deep“, die Stücke waren schön musiziert.

Am Samstagabend gab’s Musik in den Wirtshäusern. Beim Kreuzeder sorgten die Teneriffa Tanzlmusi und d’Oidfroubinga für gute Unterhaltung. Beim Adlberger in Altenerding gestalteten der Ardinga Dreigsang und die Gruppe „Dreierlei mit Pfiff“ das Programm. Mit Volksmusik, Tanz und Kunsthandwerk am Bauernhausmuseum klangen die Volksmusiktage aus.

Von Gabi Zierz

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