Große Pläne für die Wallfahrtskirche haben (v. l.) Alex Reiser, Heinrich Neumann, Kathrin Wiesmaier, Hans Wiesmaier, Christian Pastötter, Willi Auer und Gerhard Hilger. foto: tom

Wallfahrtskirche: Neue Renovierung für eine halbe Million

Maria Thalheim - Auf die Pfarrei Maria Thalheim kommen noch einmal Eigenleistungen von 100 000 Euro zu. Der Förderverein finanziert gleich mal die Renovierung eines Seitenaltars.

Vor weiteren großen Aufgaben steht der Förderverein für den Erhalt der Maria Thalheimer Wallfahrtskirche. Mit der einstimmigen Wiederwahl aller Vorstandsmitglieder haben dafür die 23 anwesenden Mitglieder am Donnerstag im Thalheimer Pfarrheim die Weichen gestellt.

Diakon Christian Pastötter präsentierte eine neue 50 Seiten umfassende Kostenberechnung des Kunstreferats im Erzbischöflichen Ordinariat. Demnach sind für die Renovierung des Hochaltars, der sechs Seitenaltäre, der Kanzel und der Orgel 541 000 Euro netto notwendig. Diplom-Restauratorin Irmgard Schnell-Stöger hatte die Altäre überprüft und diesen Bedarf kalkuliert.

Dass bedeutet, dass die Pfarrei Thalheim zusätzlich 100 000 Euro zur bisherigen Spendenbereitschaft für die Innenrenovierung an Eigenleistung erbringen muss. „Wir sind nicht angetreten, in der Mitte aufzuhören“, erklärte Vorsitzender Hans Wiesmaier und sagte: „Wir haben auch schon einen Plan.“

„Unser Wunsch wäre, dass das Ordinariat die Restaurierung des Hochaltars übernimmt“, erklärte Pastötter. Dieser größte Punkt schlage mit gut 339 000 Euro zu Buch. Der Förderverein könne dann einen der sechs Seitenaltäre zahlen, deren Sanierung jeweils zwischen 21 000 und 30 000 Euro koste, sagte Wiesmaier. So beschlossen es die Mitglieder einstimmig. Der Verein finanziert die Renovierung des Seitenaltars mit dem Heiligen Leonhard für rund 28 000 Euro. „Aktuell haben wir 18 000 Euro in der Kasse. „Dann müssten wir 2016 noch 10 000 Euro auftreiben. Das müsste machbar sein“, erklärte Wiesmaier.

Laut Schriftführer Pastötter will der Förderverein nun die Hypo-Kunststiftung und weitere Stiftungen um Zuwendungen bitten, ebenso das Erzbischöfliche Kunstreferat, das die Kirche mittlerweile wegen der Heigl-Fresken als kulturell sehr wertvoll einstufe. Landkreis, die Gemeinde, Banken, Vereine und Bürger werden ebenfalls wieder um Spenden gebeten.

Mit der großen Spendenbereitschaft für die Wallfahrtskirche werde ein Zeichen gesetzt, was Heimat und Glaube wert ist, erklärte Landrat Martin Bayerstorfer, Vize-Vorsitzender des Fördervereins: „Es ist wichtig, eine eigene Identität zu haben. Das ist die Grundlage auf der wir stehen - unser Christentum weiter zu erhalten.“

Nach dem Kassenbericht gingen im Jahr 2014 neben den Beiträgen der derzeit 74 Mitglieder rund 9500 Euro an Spenden ein. Damit stand die Kasse am Endes Jahres bei etwas mehr als 11 000 Euro. Insgesamt wurden bis heute knapp 142 000 Euro für die Wallfahrtskirche gespendet.

Die Renovierungen haben nach dem Bericht bisher 609 000 Euro verschlungen. Finanziert wurde das mit 335 000 Euro vom Ordinariat, 190 000 Euro Zuschüssen, 105 000 Euro finanzieller Eigenleistung sowie Hand- und Spanndiensten im Wert von gut 20 000 Euro. Am Ende zeigte Wiesmaier die volle Spender-Dankestafel, die nach der diesjährigen Aktualisierung wieder an ihrem Platz über dem Weihwasserkessel am Kircheneingang aufgehängt wird.

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