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Amtseinführung von Pater Slawomir 

Auf Augenhöhe mit den Gläubigen

Jetzt ist der neue Pfarradministrator des Pfarrverbandes Walpertskirchen, Pater Slawomir Trzmielewski, offiziell „Herr über die Schlüssel“. Das sagte Dekan Michael Bayer bei der feierlichen Amtseinführung.

von Vroni Vogel

WalpertskirchenVoll besetzt war die Pfarrkirche St. Erhard am Sonntagvormittag. Dort las Gemeindereferentin Gudrun Weichselbaumer die Ernennung des Pfarrverbandsleiters durch Reinhard Kardinal Marx vor. Pater Slawo, wie der Geistliche allseits genannt wird, hatte bereits Anfang November seine Arbeit im Pfarrverband aufgenommen. Zu ihm gehören die Mitgliedsgemeinden Walpertskirchen, Wörth und Hörlkofen.

Er betonte in seiner Predigt, dass er den Menschen auf Augenhöhe nahe sein wolle. Gemeinsam mit Weichselbaumer wolle er „mit ihnen, aber nicht über ihnen den Weg des Glaubens gehen“. Der Geistliche verwies auf die christliche Bedeutung des dritten Adventssonntags, dem der Begriff des lateinischen „Gaudete“ zugeordnet ist. „Freut euch, so lautet die Botschaft heute“ – als weihnachtliche Vorfreude und als Freude über das bereits Geschehene, denn: „Uns ist Gott bereits begegnet.“

Mit Blick auf Johannes den Täufer als „adventlichen Wegweiser“, der die „Größe und Herrlichkeit Gottes“ verkündet und zugleich die Brücke zu den Menschen geschlagen habe, ging er auf den Gottessohn ein. In Jesus seien alle Sehnsüchte der Menschen an ihr Ziel gelangt. Pater Slawo unterstrich die „Güte und Menschenfreundlichkeit“ Gottes. Die Kirchengemeinde sei aufgefordert, sich an die neuen Zeiten anzupassen. Es gehe darum, sich als Kirche angstfrei auf den Weg durch die Zeit zu machen, wobei man sich von Gott gestärkt und begleitet wisse. In der konkreten seelsorgerischen Arbeit lud der Pater zum vertrauensvollen Dialog ein und zeigte sich für Vorschläge offen, verbunden mit der Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit.

Im aktuellen Pfarrbrief setzt sich die Pfarrverbandsratsvorsitzende Maria Gaigl kritisch mit der von abrupten Wechseln geprägten Personalpolitik des Erzbischöflichen Ordinariats auseinander und sieht jetzt die Chance eines Neuanfangs: „Ich freue mich, dass wir nun Pater Slawomir begrüßen dürfen. Ich denke, mit ihm als unserem Seelsorger und mit Gudrun Weichselbaumer als Gemeindereferentin können wir in unserem Pfarrverband wieder zur Ruhe kommen und uns auf das religiöse und gesellschaftliche Leben in den Pfarrgemeinden konzentrieren.“

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