Georg Holderried (r.) und sein Sohn Sebastian vom gleichnamigen Autohaus in Walpertskirchen
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Nach 26 Jahren ist Schluss: Ende des Jahres schließt das Autohaus Holderried in Walpertskirchen, das von Georg Holderried (r.) und seinem Sohn Sebastian geleitet wird. Die betriebliche Weiterführung scheiterte an der Standortfrage.

„Geschäfte laufen gut“, aber Weiterführung des Familienbetriebs scheitert an Standortfrage

Autohaus Holderried sperrt zu

Seit 26 Jahren gibt es das Hyundai-Autohaus Holderried in Walpertskirchen. Ende Dezember schließt der Betrieb. Die Weiterführung scheiterte an der Standortfrage.

Walpertskirchen – Seit 26 Jahren gibt es das Hyundai-Autohaus Holderried in Walpertskirchen. Ende Dezember schließt der im Landkreis verwurzelte Betrieb. Die Weiterführung scheiterte an der Standortfrage. Dabei unternahmen die Inhaber Georg Holderried und Sohn Sebastian Vieles, um einen neuen geeigneten Platz für das florierende Unternehmen zu finden – vergeblich.

„Der Betrieb in Walpertskirchen entspricht vom Gebäude und der Lage her nicht mehr den Vorstellungen und geforderten Standards des Herstellers“, erklärt der 35-jährige Sebastian Holderried im Gespräch mit unserer Zeitung. „Seit fünf Jahren haben wir uns intensiv um einen geeigneten Standort in Erding bemüht.“ Es habe auch „konkrete Vorgespräche“ mit der Stadt gegeben. Im Fokus war dabei das geplante Gewerbegebiet an der Sigwolfstraße/Dachauer Straße.

Standort Dorfen für Hyundai ungeeignet

„Wir haben fest damit gerechnet, dass wir in der Kreisstadt als heimisches Gewerbe einen Platz bekommen. Nachdem wir in Erding trotz aller Bemühungen nichts gekriegt haben, ist es uns letztlich geglückt, ein unserer Meinung nach sehr geeignetes Grundstück in Dorfen zu finden“, berichtet Georg Holderried zu den weiteren Schritten. Für diesen zentral an der Autobahn gelegenen Standort sei alles fix gemacht worden. „Die Finanzierung war gesichert und der Architekturplan fertig.“

Über drei Millionen Euro hätten Vater und Sohn in die Umsiedlung investiert. „Zu unserem kompletten Unverständnis und völlig unerwartet hielt Hyundai den Standort Dorfen für den Landkreis als ungeeignet“, sagt der 61-Jährige Inhaber und meint bedauernd: „Das Autohaus in Walpertskirchen hat sich sehr gut entwickelt. Die Geschäfte laufen gut. Wir hätten gerne weitergemacht.“

Gebäude in Walpertskirchen soll verpachtet werden

Das 15-köpfige Mitarbeiterteam sei frühzeitig über die Schließung zum Jahresende informiert worden, um sich einen neuen Arbeitsplatz suchen zu können – mit Hilfestellung des Walpertskirchener Autohauses: „Alle werden bei der Suche aktiv unterstützt, und gute Fachkräfte sind extrem gesucht“, zeigt sich Sebastian Holderried zuversichtlich.

Nach der Abwicklung des Hyundai-Vertrags wollen die Firmeninhaber das Gebäude verpachten. Für Georg und Sebastian Holderried beginnt dann ein neuer Lebensabschnitt. Vater und Sohn blicken jedoch optimistisch in die Zukunft. Viele Wege stünden offen.

Die zahlreichen verlässlichen und über die Zeit gewachsenen Geschäftsbeziehungen werden beide dennoch vermissen. „Wir möchten uns ganz herzlich bei unseren langjährigen und treuen Kunden für die vergangenen 26 Jahre bedanken“, sagen sie.

Vroni Vogel

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