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„Endzeit“ heißt der neue Roman von Autor Harald Gilbers. Es ist Band drei einer Serie rund um den jüdischen Kommissar Oppenheimer. 

Autor Harald Gilbers 

Schon jetzt auf der Bestseller-Liste

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Die Geschichten um den jüdischen Kommissar Richard Oppenheimer zur NS-Zeit gehen weiter. Eben ist mit „Endzeit“ Teil drei aus der Feder von Autor Harald Gilbers (48) erschienen. Der Vorverkauf lief so gut, dass der Krimi bereits auf der Amazon-Bestseller-Liste ist.

Walpertskirchen– In seinem neuen Roman „Endzeit“ nimmt der Walpertskirchener Autor Harald Gilbers (48) seine Leser mit in die letzten Tage des Dritten Reichs. Heute ist der offizielle Erscheinungstermin von Teil drei seiner Geschichten um Kommissar Richard Oppenheimer.

Die Haupthandlung beginnt am 20. April und dauert bis zum 21. Juni 1945. Der Leser erlebt also die letzten Tage des Nazi-Regimes, die Eroberung Berlins und die kurze Phase vor dem Eintreffen der Westalliierten, in der sich die Stadt vollständig unter russischer Alleinverwaltung befand.

Oppenheimer und seine Frau Lisa verbringen die letzten Tage des Dritten Reichs in einem Unterschlupf. Lisa wird vergewaltigt, und Oppenheimer stößt später aus Zufall auf den Schuldigen, den russischen Deserteur Grigorjew. An dem sind aber auch ganz andere Mächte höchst interessiert, denn Grigorjew sollte Material schmuggeln, das bei den Atomplänen der Nazis eine Rolle spielte.

Obwohl es in „Endzeit“ auch einen Kriminalfall gibt, steht eher die Charakterentwicklung Oppenheimers im Vordergrund. „Ich nehme seinen ganzen Charakter völlig auseinander“, sagt Gilbers. Der Protagonist stellt alles in Frage, was bislang an Prinzipien gegolten hat und woran er geglaubt hat. Er muss alles für sich erst neu formulieren, bis er wieder zur Polizei kommt.

Aufwändige Recherche

Wie schon die ersten beiden Teile der Reihe, ist auch „Endzeit“ historisch sehr akkurat und sorgfältig bis ins kleinste Detail recherchiert. „Dieses Buch war bisher am aufwändigsten. Die Recherche war fast schon ein Overkill“, gibt Oppenheimer Einblick in seine Arbeit. Er habe herausfinden wollen, wo tagesaktuell die Frontlinien verliefen. „Und das war extrem schwierig, weil die Leute das damals zum Teil selber nicht genau wussten.“

Geholfen haben ihm viele Tagebucheinträge, auch sowjetische etwa von Rotarmisten. Die Tagebücher sind zwar einst im Print erschienen, meist aber nicht mehr im Handel zu haben. „Deshalb versuche ich, solche Bücher antiquarisch zu bekommen“, erzählt Gilbers. Stalinismus, das Volkskommissariat für innere Angelegenheiten (NKWD), die sowjetischen Truppen – in all diese Themenkomplexe habe er sich erst einarbeiten müssen.

Teile vier und fünf vertraglich fix

Pünktlich zum Erscheinen von „Endzeit“ sitzt Gilbers längst an der Arbeit für Teil 4. Gerade ist er dabei, den Plot zu entwerfen, der demnächst dem Verlag vorgelegt werden soll. Dann beginnt die Schreibarbeit, denn der Roman soll im Herbst 2018 erscheinen und wieder mehr ein Krimi sein, verrät Gilbers.

Die Handlung wird sich darin aber nur über zwei, drei Wochen erstrecken – nicht mehr über mehrere Monate, wie in den bisherigen Bänden. „Diese lange Zeitspanne war nötig, um auch die Zeitentwicklung sehr akurat beschreiben zu können. Nach 1946 aber ist nicht mehr so viel tagesaktuell geschehen. Deshalb habe ich mir die Freiheit genommen, mich stärker auf den Plot zu konzentrieren.“

Im fünften Teil soll Oppenheimer wieder als richtiger Kommissar arbeiten. Vertraglich abgesichert ist dieser Roman ebenfalls. Ob es mit dem Mordermittler darüber hinaus weitergeht, steht noch nicht fest. Wie es weitergehen könnte, hingegen schon: Pläne für eine Handlung weiterer Romane jedenfalls habe er, sagt Gilbers.

Ebenfalls noch in den Sternen steht, ob und wann es Oppenheimer auf der Leinwand oder im TV zu sehen geben wird. „Die Verfilmungsrechte des ersten Romans jedenfalls wurden bereits optioniert“, sagt Gilbers. Aufgrund vertraglicher Bestimmungen könne er aber noch keine Details verraten.

Obwohl „Endzeit“ offiziell erst am 2. Mai erscheint, war der Roman Ende voriger Woche schon unter den Top 40 der Amazon-Bestsellerliste in der Kategorie Deutsche Krimis & Thriller. „Die Vorverkäufe sind recht gut gelaufen“, erzählt Gilbers und blickt voraus: „Mit ,Endzeit‘ ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir in den sechsstelligen Auflagenbereich kommen, sehr hoch.“

Darin eingeschlossen seien auch die Auslandsveröffentlichungen, denn Gilbers’ historische Krimis sind bereits in sechs Übersetzungen erschienen: Französisch, Japanisch, Dänisch, Polnisch, Italienisch und Tschechisch. Gerade habe außerdem noch Griechenland gleich die ganze Serie gekauft.

„Endzeit“ ist im Verlag Knaur TB erschienen und kostet 9,99 Euro.

ISBN: 978-3-426-51644-7

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