Als Autodidaktin schreibt Britta Bell E-Books und ist als Ghostwriterin tätig. Foto: Vogel

Autorin Britta Bell (31) aus Walpertskirchen

Von Erotik-Literatur bis zur dunklen Seite des Internets

Britta Bell aus Walpertskirchen hat schon immer gern geschrieben. Jetzt hat sie sich einen Traum erfüllt - Internet und E-Book-Handel sei dank.

Walpertskirchen – Vom Hobby zum Beruf: Die 31-jährige Walpertskirchenerin Britta Bell hat schon immer gern geschrieben. Über das Internet und den E-Book-Handel erfüllte sich die junge Frau, die im Alltag als dreifache Familienmama gut beschäftigt ist, einen Traum: Wann immer sie Zeit hat, schreibt sie über Themen, die gerade im Trend liegen. „Sweetener of passion“ heißt ein Buch, das unter anderem auf Amazon zum Preis von 0,99 Euro heruntergeladen werden kann – „mit einem Hauch Erotik. Dieser Bereich boomt ja gerade“, erzählt sie. Nachdem viele die Geschichte gemocht hätten, habe sie beschlossen, damit Geld zu verdienen.

„Das was der Kunde will, wird gemacht“

Als freiberufliche Autorin und Texterin sei sie beim Finanzamt angemeldet, habe eine Steuernummer und ein Konto. In einer Art Ich-AG widmet sich Bell als Autodidaktin verschiedensten Themen. Sie ist auch als Ghostwriterin tätig und erfüllt Aufträge, die auf den entsprechenden Seiten angefragt werden: „Das was der Kunde will, wird gemacht.“

Die Walpertskirchenerin absolvierte nach dem Quali zunächst eine Ausbildung als Hauswirtschafterin, arbeitete fünf Jahre am Flughafen als Bodenstewardess und später als Sekretärin in einer großen Anwaltskanzlei. Dass sie fließend Englisch spreche, sei beruflich sehr hilfreich gewesen und finde auch im Textbereich ihren Niederschlag. „Sweetener of passion“ gibt es in einer deutschen und englischen Fassung, ein Folgeband ist in Arbeit.

„Ich bin kein Tagträumer“

Die findige Frau bildete sich überdies als Fachfußpflegerin aus. „Ich bin kein Tagträumer, das mit der Fußpflege geht immer.“ Und dennoch hat sie einen großen Traum: ein eigenes Pferd. Das sei auch ein Antrieb fürs Schreiben. Außerdem wollte sie schon immer Schriftstellerin werden: „Ich versuche, mein Hobby zum Beruf zu machen.“ Derzeit schreibt sie eine Dystopie über die dunkle Seite des Internets. Mit einer Kunststudentin, die Mangas gestaltet, entwicklt Bell als Texterin zudem eine Bildergeschichte.

Das Talent habe sie von ihren Großeltern geerbt: Renate und Kurt Hofmann haben sich als musikwissenschaftliche Brahms-Forscher einen Namen gemacht. Bell schreibt keine wissenschaftlichen Arbeiten: „Da habe ich keine Ahnung.“ Aber die junge Frau erzählt gerne Geschichten, die der eigenen Fantasie entstammen.

Kontakt: Britta.Bell @web.de. 

Vroni Macht

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