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Den Dirigentenstab überreichte der Akkordeonist Jens Kausch (l.) an den Bassisten Stephan Glaubitz.

Drei Fragen an Stephan Glaubitz

Vom Bassisten zum Dirigenten

Walpertskirchen – Der Bassist Stephan Glaubitz übernimmt die Leitung des Walpertskirchener Orchesters und tritt damit die Nachfolge von Johannes Appelhoffer an, der das Amt zwei Jahre inne hatte.

Die Mitglieder des Walpertskirchener Orchesters überreichten ihrem Bassisten Stephan Glaubitz den Dirigentenstab. Das Ensemble wurde 2005 im Rahmen der Dorferneuerung aus der Taufe gehoben. Gründerdirigent war der kürzlich verstorbene Helmut Ellebrecht. Zwei Jahre lang führte Johannes Appelshoffer das Orchester. Am kommenden Sonntag, 12. Juni, findet um 18 Uhr im Gasthaus Lex das Sommerkonzert mit dem neuen Leiter Stephan Glaubitz statt. Wir führten mit ihm ein Interview.

-Was ist das Besondere am Walpertskirchener Orchester?

Stephan Glaubitz: Das Schöne am Walpertskirchener Orchester ist die große Instrumentenvielfalt von Geigen, Celli und Klavier über Klarinetten, Altsaxophone, Trompete, Keyboard, vier Akkordeons, Gitarre und Schlagzeug bis hin zur Zither, auf die wir besonders stolz sind. Das hört sich zusammengewürfelt an, bietet aber einen großen Klangreichtum. Wir freuen uns auch weiterhin, wenn neue interessierte Musikerinnen und Musiker bei uns vorbeischauen. Ebenso vielseitig sind die stilistischen Vorlieben. So haben wir schon klassische Stücke, alpenländische Volksmusik, aber auch amerikanische Musical-Medleys aufgeführt. Eine weitere Besonderheit ist, dass ich schon viele Jahre als Bassist im Orchester mitgespielt habe. Daher kennen wir uns alle sehr gut. Das macht es leicht, eine konzentrierte und entspannte Probenatmosphäre unter Freunden zu schaffen.

-Wie lassen sich Dirigenten- und Bassistenrolle vereinbaren?

Glaubitz: Zunächst einmal gar nicht. Bei diesem Konzert werde ich nur dirigieren. Mit längerem Probenvorlauf wäre es schon denkbar, gleichzeitig Bass zu spielen – vielleicht beim nächsten Konzert.

-Was erwartet die Zuhörer in Ihrem ersten Konzert als Dirigent?

Glaubitz: Der rote Faden dieses Jahr im Sommerkonzert ist die Entwicklung von Spirituals und Ragtime bis hin zu Blues, Rock und Pop als kreative Mischung der Kulturen. Wir freuen uns auf die betörenden Stimmen von „Quartella“ sowie die mitreißenden TastenfreundInnen um Werner Stang, die als Gäste mitwirken werden.

Das Gespräch führte Vroni Vogel

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