1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding
  4. Walpertskirchen

Walpertskirchen: Bei der Kanalsanierung müssen die Bürger mitzahlen

Erstellt:

Kommentare

Abwasserkanal
Bei der Kanalsanierung in Walpertskirchen werden die Kosten anteilig auf die Bürger umgelegt (Symbolbild). © dpa / Daniel Naupold

Als einen „schwierigen Tagesordnungspunkt“ kündigte Walpertskirchens Bürgermeister Franz Hörmann (CSU) die Kanalsanierung an – viel Geld, das anteilig auf alle Bürger umgelegt werden müsse.

Walpertskirchen – Einerseits gehe es um bereits erfolgte Sanierungsmaßnahmen, andererseits laufe Ende des Jahrzehnts die Erlaubnis für die betagte Kläranlage aus. Das bedeute, dass man entweder einen Neubau schultern oder aber an den AZV oder einen anderen Nachbarn anschließen müsse. Hier sei ebenfalls mit hohen Kosten zu rechnen.

Im Gemeinderat war man sich einig darüber, dass die aktuellen Maßnahmen jetzt abgerechnet werden sollten, um nicht später eine Riesensumme präsentieren zu müssen. Außerdem sollen Ratenzahlungen und Stundungen angeboten werden, damit „nicht so ein großer Block auf die Familien zukommt“, meinte Beate Aust (SPD).

Wir sind gezwungen, auch etwas über die Gebühren zu machen. Der Gesetzgeber sieht das vor.

Bürgermeister Franz Hörmann (CSU)

Hörmann versicherte, dass man dieses Paket für die Bürgerinnen und Bürger möglichst „verträglich“ gestalten wolle. Der Gemeindechef machte aber auch deutlich, dass es größere Summen sein werden, die auf die Allgemeinheit zukommen würden. Die Kosten würden sich nach angeschlossenen Quadratmetern berechnen.

Ingrid Renner (CSU) sprach sich für eine Mischfinanzierung aus, bestehend aus einem Einmalbeitrag und Gebühren, was im Gemeinderat unstrittig war. Hörmann erläuterte dazu: „Wir sind gezwungen, auch etwas über die Gebühren zu machen. Der Gesetzgeber sieht das vor.“ Wie Hörmann weiter erläuterte, sei der Einmalbeitrag von den Grundstückseigentümern zu zahlen, die Gebühren würden auch auf die Mieter umgelegt. Voraussichtlich um das Jahr 2024 herum seien die Zahlungen für die bereits erfolgten Kanalsanierungsmaßnahmen fällig.

Sepp Rauch (Rot-Grüne Liste) fragte, ob es schon eine grobe Schätzung oder eine Modellrechnung gebe, damit jeder in etwa abschätzen könne, welche Summen auf ihn zukommen werden. Das sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich, so Hörmann. Die abzurechnenden Flächen müssten erst noch ermittelt werden. Dazu müsse man eine Datenbank aufbauen, auch um die Nacherfassung weiterer Ausbauten zu berücksichtigten und Berechnungsmodelle aufstellen zu können. „Der Aufwand ist für die Gemeinde enorm“, fasste Hörmann zusammen.  

vev

Auch interessant

Kommentare