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Konzertabend im Wohnzimmer des Knirschvogelhauses (v. l.): Pianist Quirin Vogel, Bassist Stephan Glaubitz, Timo Aichele (als Gast am Klavier) und die Saxophonisten Sarah Gallitz und Michael Außerbauer.

Frühjahrskonzert im Knirschvogelhaus

Bekannte Gesichter in neuen Rollen

Walpertskirchen – „Die Sprache der Blumen“ lautete das Motto der drei Konzertabende im Knirschvogelhaus. Die Musiker hatten sich abwechslungsreiche Stücke ausgesucht. Gastgeberin Vroni Vogel lieferte die passenden Blumengeschichten dazu.

Vertrautes und doch viel Neues machte das Frühjahrskonzert im Knirschvogelhaus aus. Da waren die Musiker der Band Tenor Steps, die mit Eigenkompositionen wie „Spring Is A Song“ musikalisch an eine Strandbar entführten oder mit „Wild Rose“ für vertraute Jazz-Klänge im Wohnzimmer der Gastgeber Vroni Vogel und Dieter Knirsch sorgten. Tenor Steps hatte viele Soli eingebaut, bei denen die Talente der einzelnen Musiker zur Geltung kamen, auch derer, die sonst mehr im Hintergrund verlässlich ihr Arbeit machen, wie Drummer Ralph Außerbauer. Er genoss sichtlich seine beiden Auftritte, bei denen er Spannung erzeugte und teils melodische Klänge aus seinem Schlagwerk holte. Er wollte gar nicht mehr aufhören, das wiederum schien selbst seinen Vater, den Saxophonisten Michael Außerbauer, zu überraschen, der seinem Sohn schmunzelnd und anerkennend zunickte.

Zwei weitere Talente, die sonst mehr im Verborgenen bleiben, rückten mehr in den Vordergrund: Stephan Glaubitz, den man sonst eher als jazzigen Bassisten kennt, spielte Barockstücke des niederländischen Komponisten De Fesch. Er erzeugte dabei zusammen mit seinem „unglaublichen Begleiter am Klavier (Dieter Knirsch)“ eine melancholische Stimmung und präsentierte seinen Bass in einer anderen Schattierung.

Auch Hausherr und Pianist Dieter Knirsch bekam bei seiner Eigenkomposition „Barcarole“ die voller Aufmerksamkeit, die er mehr als verdient hatte, begleitete er doch den ganzen Abend seine Musikerkollegen.

Saxophonistin Sarah Gallitz beeindruckte mit ihrer raumfüllenden und berührenden Stimme bei „Fado“ in ihrer Muttersprache Portugiesisch.

Die „jungen Wilden“, wie Moderatorin Vroni Vogel Sohn und Pianisten Quirin Vogel und die Geigerin Alicija Kacprzak ankündigte, nahmen das Publikum mit einem von Quirin Vogel komponierten Walzer und einer Improvisation mit in ein Wiener Kaffeehaus. Für Lacher sorgte die Interpretation eines Couplets, das Vroni Vogels Großvater Oskar Weber bearbeitet hatte. Die Hausherrin schlüpfte dabei in die Rolle der anhänglichen Salome, Glaubitz in die des Liebhabers Titus, der aber lieber die Flucht ergreift.

Zu allen Stücken lieferte Vroni Vogel passende Blumen und erläuterte, wofür diese jeweils stehen. Dadurch gewann das Sprichwort „durch die Blume gesagt“ an Bedeutung.

Bei der Premiere gab es zudem einen Überraschungsgast bei den Zugaben, den Vroni Vogel mit folgenden Worten ankündigte: „Er ist ein Freund, ein ausgezeichneter Journalist, ein Kollege, im Herzen und am Piano ein Musiker, dem Knirschvogelhaus verbunden und mit der ganzen Jazzband freundschaftlich verbandelt.“ Timo Aichele, Nord-Redakteur der Heimatzeitung, spielte bei „Life Can Be So“ von und mit den Tenor Steps den Klavierpart. Bei „Summertime“ teilten sich die drei Pianisten freundschaftlich den Flügel und beendeten mit allen Mitwirkenden den gelungenen Konzertabend.

Alexandra Anderka

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