Zu aktuellen kommunalen Großprojekten informierte Walpertskirchens Gemeindechef Franz Hörmann (l.) in der sehr gut besuchten Bürgerversammlung im Hotel-Restaurant Hallnberg. Foto: Vogel

Bürgerversammlung Walpertskirchen

Wohnraum für junge Leute

Walpertskirchen - Stillstand beim Bauhof, ein gemeinsames Pfarr- und Gemeindezentrum – viele interessante Themen gab es bei der Walpertskirchener Bürgerversammlung. Und auch Neues zum Thema Wohnungen für junge Leute.

„Wir gehen ran ans Baugebiet WA3“, sagte Walpertskirchens Bürgermeister Franz Hörmann in der sehr gut besuchten Bürgerversammlung im Hotel-Restaurant Hallnberg. Derzeit laufen gerade per Bagger die archäologischen Grabungen, da eine alte Hofstelle vermutet wird. Hörmann meinte, dass es voraussichtlich nicht zu aufwändigen Feinuntersuchungen kommen werde. Im Frühjahr soll mit der Erschließung begonnen werden.

Insgesamt sollen auf dem Areal 20 Bauparzellen mit zehn Doppelhaushälften und zehn Einfamilienhäusern entstehen. Alle Grundstücke im Baugebiet WA2 seien verkauft, informierte der Gemeindechef weiter. Mit Blick auf den angespannten Wohnungsmarkt und die Baukostenpreise kündigte Hörmann an, künftig den Geschosswohnungsbau verstärkt in den Fokus zu rücken, um gerade auch jungen Leuten zu einer Wohnung zu verhelfen.

Zudem will man im nächsten Jahr den Grunderwerb für ein weiteres Baugebiet in Angriff nehmen. Nachdem vom Ordinariat „das Okay für die Machbarkeitsstudie“ gegeben worden sei, um ein gemeinsames Pfarr- und Gemeindezentrum zu planen, sei Anfang November nun mit den ersten Ergebnissen zu rechnen. Schwierig hingegen würden sich die Grundstücksverhandlungen für den neuen Bauhof in der Nähe des Feuerwehrhauses gestalten und hätten zu einem Jahr „Stillstand“ geführt. Die dafür nötige Fläche ist in Kirchenbesitz. Hier will die Gemeinde mit dem Ordinariat weiter verhandeln.

Dringlich sei es, für das Kanalsystem Entlastungsbauwerke zu schaffen, weil man durch die vielen Starkregenereignisse zu viel Mischwasseranteil habe. „Das Wasserwirtschaftsamt steht uns auf den Füßen“, berichtete Hörmann. Diese Maßnahme bringe hohe Kosten mit sich, sei aber nötig, um für die Kläranlage die Verlängerung der wasserrechtlichen Erlaubnis auf weitere 20 Jahre zu bekommen. Da diese Maßnahme kostendeckend abgewickelt werden müsse, seien die Kosten auch auf die Bürger umzulegen. Mittelfristig müsse außerdem die Kläranlage erweitert werden. Mit dem Anstieg des Wasserpreises sei ab 2018 zu rechnen, weil die Stadtwerke Erding höhere Wasserbezugspreise angekündigt hätten.

Ein großes Dankeschön richtete der Bürgermeister an die Gemeindebürger von Kolbing, die sich beim Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Kolbing-Am Holz „auf freiwilliger Basis“ an den Kosten beteiligt hätten. Ebenso lobte Hörmann das engagierte Helferteam für die gute Flüchtlingsbetreuung. Derzeit wohnen in der Unterkunft 16 Asylsuchende aus Mali, Nigeria, Eritrea, Pakistan, Afghanistan und Myanmar: „Das großartige ehrenamtliche Engagement erleichtert die Integration“. (Vroni Vogel)

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