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CSU-Politik auf Bundes- und Landesebene sorgt für Austritte

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Ehrungen langjähriger Mitglieder bestimmten die Jahreshauptversammlung der Walpertskirchener CSU im Gasthaus Büchlmann (v. l.): Franz Eisenmann (50 Jahre), Vizebürgermeister Josef Renner, Christa Heilmeier (30 Jahre), Bürgermeister Franz Hörmann, Werner Franz (40 Jahre), Marlene Eisenmann (30 Jahre), Karl Aicher, Hans Adlberger jun., Ralf Brosche, Agnes Fehlberger, Hans-Theo Schloten (alle 20 Jahre) sowie Josef Zehetmair (50 Jahre), Landrat Martin Bayerstorfer und Ortsvorsitzender Jochen Göß. Flächenschonende Wohnkonzepte
Ehrungen langjähriger Mitglieder bestimmten die Jahreshauptversammlung der Walpertskirchener CSU im Gasthaus Büchlmann (v. l.): Franz Eisenmann (50 Jahre), Vizebürgermeister Josef Renner, Christa Heilmeier (30 Jahre), Bürgermeister Franz Hörmann, Werner Franz (40 Jahre), Marlene Eisenmann (30 Jahre), Karl Aicher, Hans Adlberger jun., Ralf Brosche, Agnes Fehlberger, Hans-Theo Schloten (alle 20 Jahre) sowie Josef Zehetmair (50 Jahre), Landrat Martin Bayerstorfer und Ortsvorsitzender Jochen Göß. Flächenschonende Wohnkonzepte © Vroni Vogel

Die CSU-Politik auf Bundes- und Landesebene sorgt für Austritte in der eigenen Partei. So auch in Walpertskirchen.

Walpertskirchen – Politische Reden und viele Ehrungen bestimmten die Jahreshauptversammlung der Walpertskirchener CSU im Gasthaus Büchlmann.

Ortsvorsitzender und Gemeinderat Jochen Göß ging auf die schwierige Kommunikation während Corona ein. Ob Basisarbeit, Austausch in der Fraktion oder im Gremium – die Pandemie habe vieles erschwert. Mit Blick auf die weltpolitische Lage sprach er zudem den rasanten Wandel und die damit verbundenen Fragen an. Fragen zu Krieg und Frieden, zur Energieversorgung und die Diskussion über Waffenlieferungen an die Ukraine seien zentral.

Bezüglich der CSU verhehlte Göß nicht, dass die Politik auf Bundes- und Landesebene sich auch in der Kommunalpolitik ausgewirkt habe: Bei 60 Mitgliedern habe es vier Austritte gegeben. Dem Ortsvorsitzenden sei in Gesprächen versichert worden, dass dies nicht mit dem Walpertskirchener Ortsverband, sondern mit der großen Politik zusammenhänge. Gleichzeitig äußerte Göß die Hoffnung auf einen Neuanfang und das Bestreben, „wieder Leute zu gewinnen“.

Bei der Baulandpolitik in der Gemeinde war Göß wichtig, flächenschonende Wohnkonzepte umzusetzen und Nachverdichtungen zu ermöglichen: „Man muss schauen, wo man den Bürgern entgegenkommen kann.“ Hinsichtlich der Geflüchteten aus der Ukraine appellierte Göß, Wohnraum zur Verfügung zu stellen, und verwies auf den Leerstand in der Gemeinde.

CSU-Bürgermeister Franz Hörmann zeigte sich in seinem Grußwort erleichtert, dass die kommunalen Hochbaumaßnahmen, darunter der Kindergarten, trotz der schwierigen Situation in der Pandemie mit Materialengpässen gut vorangebracht worden seien. Hörmann bekräftigte überdies, dass die Kanalsanierung mit Kostenbeteiligung der Bürger notwendig sei.

CSU-Kreischef und Landrat Martin Bayerstorfer brach eine Lanze für die Pressefreiheit als Grundpfeiler der Demokratie: „Meinungsdiktatur darf nicht passieren.“ Das solide wirtschaftliche Fundament des Mittelstands sah er als entscheidende Basis: „Wir brauchen Handwerksbetriebe.“ Während seiner 20 Jahre als Landrat habe Bayerstorfer „viel erlebt“ und zugleich viele neue Ideen. „Was die Menschen bewegt, was sie brauchen“, das sei sein zentrales Anliegen. Seinen „herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit“ richtete er an den Walpertskirchener Ortsverband.

Göß ehrte langjährige Mitglieder und würdigte deren Verdienste. Seit einem halben Jahrhundert halten Josef Zehetmair, Franz Eisenmann, Hans Adlberger sen. und Max Huber der CSU die Treue. Franz Werner ist seit 40 Jahren dabei, Marlene Eisenmann und Christa Heilmeier seit 30 Jahren. Für 20-jährige Parteizugehörigkeit wurden Karl Aicher, Adelheid Brosche, Ralf Brosche, Hans Adlberger jun., Hans-Theo Schloten, Andrea Ismair und Agnes Fehlberger ausgezeichnet.

VRONI VOGEL

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