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Der neue CSU-Vorstand (vorne, v. l.): Vorsitzender Jochen Göß, Bürgermeister und stellvertretender Vorsitzender Franz Hörmann, Robert Grimm, Sebastian Widl, Karl Aicher, Josef Heilmeier, Ralf Brosche, Richard Alexy, Roland Röhling, stellvertretender Vorsitzender Josef Renner, Wahlleiter Hans Wiesmaier und Fabian Fellermeier. 

CSU Walpertskirchen 

Die „Mitmachpartei“ ist zufrieden

Die CSU Walpertskirchen ist mit der Politik in ihrer Gemeinde zufrieden. Das wurde in der Jahreshauptversammlung deutlich.

Walpertskirchen – Die anstehenden Bundestagswahlen im September werfen auch auf kommunaler Ebene ihre Schatten voraus. In der Jahreshauptversammlung der Walpertskirchener CSU im Gasthaus Büchlmann plädierten Vorsitzender Jochen Göß und der Kreisvorsitzende des Bayerischen Gemeindetags, Hans Wiesmaier, für eine wertkonservative, christlich orientierte und zeitgemäße Politik.

Bei den Neuwahlen wurde der Vorstand weitgehend in seinen Ämtern bestätigt. Die neue CSU-Mannschaft des 52-köpfigen Ortsverbands: Vorsitzender Jochen Göß, die beiden Stellvertreter Josef Renner und Franz Hörmann sowie Schriftführer Sebastian Widl. Josef Heilmeier löst den langjährigen Kassier Ludwig Mayer ab, der sich nicht mehr zur Wiederwahl gestellt hat. Das Beisitzerteam besteht aus Karl Aicher, Ralf Brosche, Roland Röhling, Joachim Ziegleder, Robert Grimm, Richard Alexy und Fabian Fellermeier. Die Kasse wird von Ludwig Mayer und Richard Geier geprüft.

„Die Wahl in Nordrhein-Westfalen stimmt hoffnungsfroh“, sagte Vorsitzender Göß. Doch man müsse vorsichtig sein und nicht glauben, „dass das eine gmahde Wiesn ist“. Ein Regierungswechsel mit Rot-Rot-Grün wäre eine „Katastrophe für Bayern und Deutschland“, warnte der CSU-Chef.

„Ist bei uns in Walpertskirchen noch alles in Ordnung?“, fragte er in die Runde und gab auch gleich selbst die Antwort: „Ich glaube: ja.“ Das habe nicht nur etwas mit der CSU zu tun, sondern mit allen Gruppierungen im Gemeinderat unter Walpertskirchens CSU-Bürgermeister Franz Hörmanns „ausgezeichneter Führung“. Es gebe keinerlei Fraktionszwang: „Da sagt jeder, was er sich denkt.“

Walpertskirchen sei eine familienfreundliche Gemeinde mit vielen Betreuungsangeboten. Allerdings werde es immer schwieriger, Baugrund zu bekommen. Das Einheimischenmodell werde mehr und mehr zum Sozialmodell.

Auch Gemeindechef Hörmann sprach die Schwierigkeit an, weitere Siedlungsflächen zu erwerben, und sah im Geschosswohnungsbau eine Möglichkeit, gerade für junge Leute Wohnraum bereitzustellen. Weiter informierte Hörmann, dass der Gemeinderat das Projekt Bauhof beim Feuerwehrhaus auf Kirchengrund nicht weiterverfolge und die Grundstücksverhandlungen beendet seien, weil zum Preis keine Einigung erzielbar gewesen sei.

Ein Thema, das die Gemeinde „etwas überrollt“ habe, sei die Sanierung der Kläranlage und des Kanalsystems, um weiterhin die wasserrechtliche Genehmigung zu erhalten. Die notwendigen Investitionskosten lägen im siebenstelligen Bereich.

Wiesmaier bezeichnete die CSU als „Mitmachpartei“ und betonte, dass man den CSU-Bundestagskandidaten Andreas Lenz besonders unterstütze. Mit Blick auf die große Politik nannte der Fraunberger CSU-Politiker Europa einen „Friedensgaranten“ und meinte weiter: „Wir brauchen ein Europa der Verlässlichkeit.“ Kanzlerin Angela Merkel sorge für eine „verlässliche Konstellation“. Wiesmaiers Politprognose: „Wir haben was zu verlieren und können alles gewinnen.“

Vroni Vogel

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