Mit einem fröhlichen Richtfestlied begrüßten die Kinder mit ihren Betreuerinnen und Kindergartenleiterin Gabi Cilsik (stehend, r.) den Kindergartenneubau in der Walpertskirchener Ortsmitte.
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Mit einem fröhlichen Richtfestlied begrüßten die Kinder mit ihren Betreuerinnen und Kindergartenleiterin Gabi Cilsik (stehend, r.) den Kindergartenneubau in der Walpertskirchener Ortsmitte.

Zum 50. Geburtstag des Kindergartens 2022 soll der Neubau stehen – Richtfest

Kindergarten Walpertskirchen: „Ein neues, tolles Haus“

Im März war Spatenstich, gut sechs Monate später konnte nun Richtfest für den neuen katholischen Kindergarten mit sechs Gruppen in Walpertskirchen gefeiert werden.

Walpertskirchen – Am Freitagmittag freuten sich Groß und Klein über den erfolgreichen Baufortschritt des Millionen-Projekts in schwierigen Corona-Zeiten. „Bisher sind wir gut durch diese Phase gekommen, und wir liegen sowohl zeitlich als auch von der Kostenseite her im Plan. Aktuell gehen wir von Baukosten – ohne Grundstück – von rund sechs Millionen aus“, sagte Bürgermeister Franz Hörmann (CSU) in seiner Rede. Man erwarte Zuwendungen in Höhe von etwa 2,6 Millionen Euro.

Der Gemeindechef bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten für die engagierte Arbeit. Alle würden das Beste geben, um den Zeitplan einzuhalten, „damit die verschiedenen Gewerke geräuschlos ineinandergreifen und damit wir dem Kindergarten im nächsten Jahr zum 50. Geburtstag ein neues, ein tolles Haus übergeben können“.

Kompletter Neubau als „einzig sinnvolle Alternative“

In seinem chronologischen Abriss erinnerte der Bürgermeister an schwierige Prozesse. Brandschutz- und Statikprobleme des alten Gebäudes sorgten bereits 2017 für Kopfzerbrechen. „Jedenfalls durften in Folge ab den Osterferien 2018 die Obergeschossräume aus statischen Gründen nicht mehr genutzt werden, und eine Kindergartengruppe wurde in die Räumlichkeiten der Grundschule ausgelagert.“ Ein kompletter Neubau erschien letztlich als „einzig sinnvolle Alternative“. Noch im Dezember 2018 seien die Grundstücksverhandlungen zum Abschluss gebracht worden. Damit habe ein „umfangreicher Planungsprozess“ begonnen.

Im Februar 2020 wurde die Entwurfsplanung des Büros Hirner & Riehl Architekten vom Gemeinderat einstimmig freigegeben. „Die Diskussion rund um den Erhalt des alten Klostergebäudes sorgte im Frühjahr 2020 nochmals für kurzfristige Irritationen“, blickte der Bürgermeister zurück. Doch der Gemeinderat habe „einstimmig und nachdrücklich“ seine Planungen bestätigt.

Derzeit betreuen 18 Kolleginnen 97 Kinder aus 90 Familien

Kurz darauf folgten der Abbruch des Altbestands und die Vorbereitungen für den Neubau, der mit dem Spatenstich am 5. März 2021 „in seine konstruktive Phase startete“. Derzeit seien zwölf Planungsbüros und 13 Fachfirmen beteiligt, „und ich kann auch versprechen, es werden noch deutlich mehr“, kündigte Hörmann an. Trotz Corona, einiger Lieferschwierigkeiten und des schlechten Wetters sei man gut vorangekommen.

Planerin Melanie Wenderlein vom Büro Hirner & Riehl war mit ihrem Kollegen Paco Rodriguez Zafra zum Richtfest gekommen. Mit dem Neubau in Holzbauweise sei ein „wirtschaftliches, nachhaltiges, ökologisches und zukunftsweisendes Gebäude“ entstanden, freute sich Wenderlein.

Kindergartenleiterin Gabi Cilsik betonte, wie dringend der Neubau benötigt werde. Derzeit würden 18 Kolleginnen 97 Kinder aus 90 Familien betreuen. Mit einem netten „Richtfestlied“ begrüßten die Kinder den Neubau. Und Zimmerer Martin Klingshirn sprach in luftiger Höh’ den traditionellen Trinkspruch.

Vroni Vogel

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