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Bedanken sich bei ihren Kunden für die jahrzehntelange Treue: Brigitte Reichert (r.) und Christa Hintereder. Am 31. Mai schließt ihr Salon an der Kirchenstraße. 

Friseur-Geschäft in Walpertskirchen 

Salon Haargenau schließt Ende Mai

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Seit fast 50 Jahren ist die Kirchenstraße 15 in Walpertskirchen DIE Friseur-Adresse im Ort. Damit ist bald Schluss. Der Salon Haargenau schließt am 31. Mai seine Pforten.

Walpertskirchen – Aus gesundheitlichen Gründen kann Brigitte Reichert, die das Geschäft 1997 von ihrer Mutter Christa Hintereder übernommen hat, den Betrieb nicht mehr weiterführen.

Im Jahr 1968 hatte Hintereder ihre Meisterprüfung bestanden. Nach ihrer Ausbildung bei Friseur Hepfinger am Kleinen Platz in Erding hatte sie zunächst in München gearbeitet. Dann war es Zeit, in Walpertskirchen einen eigenen Laden zu eröffnen – an der Kirchenstraße unmittelbar neben dem Wohnhaus.

„Das Geschäft war nicht größer als eine Garage“, erinnert sich die 69-Jährige. Aber sie war stolz auf ihren kleinen Laden – und die Walpertskirchener waren froh darüber, einen Friseur im Ort zu haben: den Salon Hintereder. Anfangs arbeitete sie alleine, nach und nach kamen Angestellte hinzu. Schnell war ein großer Kundenstamm aufgebaut. Der erste Umbau mit Erweiterung des Geschäfts ging 1980 über die Bühne.

Tochter Brigitte, heute 46 Jahre alt, trat in die Fußstapfen ihrer Mutter. Sie absolvierte ihre Friseur-Ausbildung im heimischen Betrieb, sammelte dann in München-Schwabing, Zorneding und Glonn Berufserfahrung. 1994 legte sie ihre Meisterprüfung ab und kehrte nach Hause zurück. Drei Jahre später übernahm sie den Betrieb und vergrößerte ihn um einen Wintergarten. Von da an hieß das Geschäft Salon Haargenau.

Hintereder arbeitete weiter in Teilzeit mit, unterstützte ihre Tochter nach Kräften, ließ ihr aber stets freie Hand. Die beiden sind ein eingespieltes Team, arbeiten harmonisch zusammen. 18 Lehrlinge haben sie in in ihrem Salon ausgebildet.

Die Schließung ist für beide eine Zäsur. Schweren Herzens habe sie sich zu diesem Schritt entschieden, sagt Reichert: „Es ist mir nicht leicht gefallen. Aber aus gesundheitlichen Gründen ist es leider notwendig.“ Ihre Mutter und sie danken den Kunden für die jahrzehntelange Treue. 

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