Gemeinderat Walpertskirchen 

200 Transporter und 20 Laster am Tag

Für eine Tochterfirma auf ihrem Grundstück will die Papier Karl GmbH eine große Halle bauen. Den Anliegern der Wochenendsiedlung in Kapfing bereitet dieser Bauwunsch Sorgen.

Kapfing Die Papier Karl GmbH will auf ihrem Grundstück eine Tochterfirma gründen. Entstehen soll dann auch eine etwa 100 auf 30 Meter große Halle – ein „relativ mächtiger Baukörper“, so Walpertskirchens Bürgermeister Franz Hörmann (CSU) in der Gemeinderatssitzung. Dieser Bauwunsch bereitet den Anliegern der Wochenendsiedlung in Kapfing Sorgen. Die Gemeinde hatte deshalb in einer Anliegerversammlung ihre Bedenken aufgenommen, die bei der Planung berücksichtigt werden sollen. Grundsätzlich gibt die Gemeinde Grünes Licht für das Vorhaben.

Der Baukörper soll im Anschluss an den bereits bestehenden Gewerbebetrieb Gewo zwischen der Ringelsdorfer und der Ziegeleistraße schräg zur Kreisstraße ED 4 platziert werden. Nachdem mit einem regen Lieferverkehr – 200 Transporter und bis zu 20 Lastwagen, Betriebszeiten 6 bis 22 Uhr – zu rechnen sei, soll die Halle so situiert werden, dass sie die Wochenendsiedlung in Kapfing als Puffer abschirmt, um den Belade- und Fahrzeuglärm zu reduzieren. Diese Platzierung habe auch den Nebeneffekt, dass die bereits vorhandene Lärmbelastung durch die Bahn und den Individualverkehr der Kreisstraße gemildert werden könne.

Für das Vorhaben ist eine rund 3250 Quadratmeter große Ausgleichsfläche nötig. Das Oberflächenwasser, das anfallen wird, soll über die nördliche Ausgleichsfläche abgeleitet, bei Starkregen in einer Geländemulde gespeichert und in den Vorfluter eingeleitet werden.

Dabei verwies Jochen Göß (CSU) auf die große Fläche, die versiegelt werde, und pochte auf eine tragfähige Entwässerung. Außerdem wies er darauf hin, dass die Straßenerschließung auch auf die Belange der Feuerwehr ausgerichtet sein müsse. Die Zufahrt soll über die Ziegeleistraße erfolgen, die um rund einen Meter erweitert und eventuell im Einmündungsbereich aufgeweitet werden soll. Hier sei mit der Nachbargemeinde Wörth eine Kostenübernahmevereinbarung zu schließen. Beate Aust (SPD) sprach mit Blick auf den Lieferverkehr grundsätzlich die Verkehrsproblematik an. Auch hier müsse eine gute Lösung gefunden werden.

In der Sitzung fasste das Gremium den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Gewerbefläche Kapfing. Auch der Flächennutzungsplan muss geändert werden. Außerdem steigt man mit dem Bebauungsplanentwurf in die frühzeitige Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange ein. In diesem Verfahren können Betroffene ihre Einwände und Anregungen einbringen. Planer ist das Architekturbüro Lindner. Bis die Planungsverfahren abgeschlossen sind, rechnet man jetzt mit rund einem Jahr. Vroni Vogel

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