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Geplantes Pfarr- und Gemeindezentrum 

Große neue Ortsmitte für Walpertskirchen

Innovative Ideen hat das Planungsbüro Kruppa zu Gestaltungsmöglichkeiten des geplanten Pfarr- und Gemeindezentrums in der Ortsmitte von Walpertskirchen entwickelt.

Von Vroni Vogel

WalpertskirchenArchitekt Sebastian Kruppa stellte in der Gemeinderatssitzung einige Möglichkeiten vor, wie man das geplante Pfarr- und Gemeindezentrum in der Ortsmitte von Walpertskirchen entwickeln könnte. Dem Konzept waren einige Treffen im Arbeitskreis vorausgegangen.

Bürgermeister Franz Hörmann (CSU) betonte in seiner Einführung, dass es sich nicht um einen fertigen Plan handle, sondern um „Entwicklungsstufen“, die aufgezeigt und zur Diskussion gestellt werden sollen. Ob das Kloster erhalten oder wegen seiner schlechten Bausubstanz abgerissen wird, ist noch nicht entschieden. Bei der Gestaltung will Kruppa den „wunderschönen großen Garten“ möglichst erhalten.

Bei der Gebäudesituierung soll ein Sichtbezug zur Kirche hergestellt werden. „Es besteht die Möglichkeit, eine große neue Ortsmitte zu schaffen“, so Kruppa. Eine Variante sieht einen zweigeschossigen etwa 30 Meter langen Neubau entlang der Hauptstraße vor, der auf den dörflichen Innenbereich ausgerichtet ist und zugleich einen Schutz zur Straße hin bieten würde. In diesem Gebäude könnten beispielsweise Jugendraum und Beratungsraum sowie sanitäre Anlagen untergebracht werden.

Im Untergeschoss bestünde auch die Möglichkeit, für die Schützen eine Bleibe zu schaffen. Der Gebäudekomplex könne mit einem teilüberdachten Freibereich versehen werden, sodass Veranstaltungen auch unter freiem Himmel möglich wären. Richtung Kirchenstraße mit einer Anbindung zum bestehenden Kindergarten sei mit Blick auf die künftige Entwicklung eine Erweiterung der Betreuungseinrichtung denkbar. Das Pfarrhaus selbst soll erhalten bleiben, nicht aber der Anbau, in dem sich derzeit die Landjugend trifft. Die Zufahrt zum Pfarrhaus soll sich kaum verändern.

„Wie kommt das bei euch an?“, fragte Hörmann zur Planung in die Runde. Grundsätzlich stießen die Vorschläge auf ein positives Echo. Josef Renner (CSU), zugleich Kirchenpfleger, bedankte sich beim Architekten für die „sehr gute Zusammenarbeit“ und lobte dessen Ideenreichtum. Gemeinderat Balthasar Lex (FW) meinte zur Länge des Gebäudes an der Hauptstraße, dass dies schon ein „mächtiger Bau“ wäre. Kruppa erwiderte, dass man mit der Fassadengestaltung Untergliederungen schaffen könne, sodass der Bau nicht als Wand wahrgenommen werde. In einem nächsten Schritt soll es um die Ausformung des Baukörpers gehen.

Jochen Göß sprach die Parkplatzfrage an. Es seien ausreichend Stellplätze zu schaffen und darzustellen, forderte er. „Ansonsten gefällt mir der Plan sehr gut“, fasste Göß zusammen. Die Idee, einen offenen Platz entstehen zu lassen, fand bei Josef Hötscher (FW) Zuspruch: „Das macht’s einfach weitläufig.“

Basierend auf dem Raumprogramm, das der Arbeitskreis aufgestellt hat, gehe es darum, ein Gesamtbild zu entwickeln, fasste Hörmann die grundsätzliche Aufgabenstellung zusammen. Doch solange die Grundstücksfrage nicht geklärt sei, könne man nicht weitermachen. Bekanntermaßen ist das Areal in Kirchenbesitz. Deshalb stünden jetzt Gespräche mit dem Ordinariat an. Hörmann erbat hier ein „starkes Votum von der Pfarrei“.

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