Das bewährte Team des Arbeitskreises Naturschutz ist für weitere drei Jahre aktiv (v. l.): Bürgermeister Franz Hörmann, die beiden Vorsitzenden Helene Weber-Ippisch und Hans Fertl, Kassier Norbert Iglauer, Revisor Max Huber und Schriftführerin Christl Fertl (nicht auf Bild). F.: vev

Hans Fertl (73) hängt drei Jahre Vorstandschaft an

Drei Jahre will er es noch weitermachen, das Urgestein Hans Fertl. Alle im Walpertskirchener Arbeitskreises Naturschutz waren erleichtert.

Walpertskirchen – Mit bangen Gefühlen hatte man der Jahreshauptversammlung des Walpertskirchener Arbeitskreises Naturschutz im Gasthaus Lex entgegen gesehen. Schließlich standen Neuwahlen an. Würde er es noch einmal packen, der Fertl Hans, der seit 35 Jahren als Vorsitzender der energiegeladene Motor des Vereins ist und mit tatkräftiger Mithilfe der Aktiven viel für den Umweltschutz getan hat? Ja, er trat für weitere drei Jahre zur Wiederwahl an und mit ihm das bewährte Vorstandsteam. Denn eine Nachfolge war noch nicht in Sicht.

„Es muss ja irgendwie weitergehen. Ich hoffe, dass es in drei Jahren anders aussieht“, sagte der 73-Jährige. Solange es gesundheitlich gehe, werde er sich engagieren. „Es macht ja auch Spaß und ist eine sinnvolle Beschäftigung“, so der überaus rüstige Senior. Dennoch gab er der Versammlung auf den Weg mit, dass er sein Amt als Vorsitzender inzwischen „zeitlich begrenzt“ sehe.

Wieviel die Naturschützer wieder geleistet haben, davon zeugte der Jahresbericht, den Fertl vorstellte. Es gab viele Arbeitseinsätze zum Artenschutz. Wildbienenhotels wurden aufgestellt. Auch setzte man im heißen Sommer viel Ehrgeiz ein, um verschiedene Kleinfischen und Amphibien vor dem Trockentod zu bewahren. Im Team stellte man auf der Straße nach Hörlkofen den Krötenzaun auf und kontrollierte ihn – eine Maßnahme, die den wandernden Tieren seit vielen Jahren das Leben rettet.

Die Radlgasse beim Sportplatz, „unser Lieblingsbiotop“, wurde mit Blumen wie Schneeglöckchen und gelben Buschwindröschen bestückt. Zudem wurde die Radlgasse schonend ausgelichtet. Bei der Beratung zur Bepflanzung für ökologische Ausgleichsflächen war der Arbeitskreis für die Gemeinde tätig. Zudem unternahm Fertl eine Wanderung mit den Aktivsenioren.

Bürgermeister Franz Hörmann sagte den Naturschützern ein „herzliches Dankeschön“ für die geleistete Arbeit. Nachdem der Pächter des Wattendorfer Weihers gekündigt habe, soll das Gewässer seitens der Kommune auf Vordermann gebracht werden.

Der Weiher am Holz beim Anwesen Sommerer sei bereits geräumt. Es sei außerdem geplant, über ein brachliegendes Grundstück, das die Gemeinde erworben hat, mit einem offenen Fließgewässer eine Verbindung zu diesem Weiher zu schaffen. Heuer sei auch die Aktion „Saubere Landschaft“ vorgesehen.

von Vroni Vogel

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