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Auf freiem Feld entsteht das Gewerbegebiet bei Ringelsdorf. Im Frühjahr sollen die ersten Grundstücke verkauft werden, sagte Bürgermeister Franz Hörmann (M.), hier mit Kämmerin Silvia Hermansdorfer (r.) und Brigitte Kollmannsperger (l.) vom Bauamt.  

Das Jahr 2017 in Walpertskirchen

Bunter Branchenmix in Ringelsdorf

Walpertskirchen – Neues Gewerbegebiet, weiteres Bauland, gemeinsames Pfarr- und Gemeindezentrum, Sanierung von Kanal und Wasserleitungen, Erweiterung der Kläranlage, Breitbandausbau: In Walpertskichen stehen viele Aufgaben an, um für die nächsten Jahre wichtige Weichen zu stellen.

Die großen Hinweisschilder verraten es schon: Bald wird auf dem freien Feld bei Ringelsdorf ein Gewerbegebiet entstehen. „Die planungsrechtlichen Voraussetzungen sind geschaffen“, berichtet Bürgermeister Franz Hörmann. Der Flächennutzungsplan wurde geändert, und ein rechtskräftiger Bebauungsplan liegt vor. Die Erschließungsplanung und der Verkauf der Grundstücke werden vorbereitet.

Auf einem Areal von insgesamt rund 20 000 Quadratmetern entstehen neun Parzellen zwischen 1500 und 3200 Quadratmetern Größe. Die Grundstücke sollen jetzt öffentlich angeboten werden. Im Laufe des Frühjahrs will man die ersten vergeben. „Es zeigt sich eine gute Mischung von Handwerks- und mittelständischen Betrieben“, verrät der Gemeindechef zu den potenziellen Bauwerbern. Man habe schon jetzt eine „ganze Reihe konkreter Interessenten“ – darunter beispielsweise ein Landschaftsbauer, ein Schlosserbetrieb, ein holzverarbeitendes Gewerbe, ein Betrieb für Lammfellprodukte und ein Maschinengewerbe. Die Interessenten kommen aus der Gemeinde sowie aus den Landkreisen Erding und Ebersberg. Der Bürgermeister betonte, dass das Gewerbegebiet verkehrsmäßig sehr günstig liegt, mit kurzen Wegen zum Flughafen, zur Bundesstraße 388 und zur Autobahn. „Der Verkaufspreis liegt final noch nicht fest“, erklärte Hörmann. Erst müssten die Kostenschätzungen für die Erschließungen vorliegen.

Baugebiet und Kläranlage

Mit dem Baugebiet WA3, das heuer erschlossen werden soll, würden „letzte Grundstücksreserven“ in Angriff genommen, so Hörmann. Deshalb gelte es, weitere Flächen zu sichern, um künftig ein „überschaubares Wachstum“ zu ermöglichen. „Auch der Geschosswohnungsbau wird Thema werden.“

Zäh gestalten sich die Grundstücksverhandlungen für den geplanten neuen Bauhof beim Feuerwehrhaus auf Kirchengrund. Der Bürgermeister hofft auf eine Einigung, um den Standort halten zu können. Beim gemeinsamen Pfarr- und Gemeindezentrum hingegen steigt man jetzt in den Planungsprozess ein.

Kostenintensiv sind die anstehende Kläranlagenertüchtigung und die Kanalsanierung im Ortsteil Neufahrn. „Da werden wir in den nächsten Jahren viel Geld in die Hand nehmen müssen“, kündigte Hörmann an. Insgesamt drei so genannte Regenentlastungsbauwerke seien wegen der hohen Fremdwassereinträge nötig. Das erste soll heuer errichtet werden.

Außerdem will man die Kapazität des Klärwerks überrechnen lassen. Derzeit sind von 2200 Einwohnergleichwerten rund 1870 belegt, Pensionen und Gastwirtschaften nicht eingerechnet. Die Anlage könne auf 2600 Einwohnergleichwerte erweitert werden.

Alte Wasserleitungen sollen nach und nach erneuert werden, zumal es einige Rohrbrüche gab. Die Sanierung der Wasserleitungen in der Hammerbachstraße und Holzstrogn sind im Fokus. Die Breitbanderschließung habe zum Ziel, „jedes Anwesen in der Gemeinde anzuschließen“, so Hörmann.

In loser Folge

stellen wir in den nächsten Wochen die wichtigsten Projekte 2017 der Landkreis-Gemeinden vor. 

Vroni Vogel

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