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Neubau statt Sanierung

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Für den Kindergarten St. Erhard soll es einen Neubau geben, da eine Komplettsanierung während des laufenden Betriebs nicht möglich sei, erläuterte Bürgermeister Franz Hörmann beim Ortstermin.
Für den Kindergarten St. Erhard soll es einen Neubau geben, da eine Komplettsanierung während des laufenden Betriebs nicht möglich sei, erläuterte Bürgermeister Franz Hörmann beim Ortstermin. © Vogel

Eine Komplettsanierung des Kindergartens St. Erhard Walpertskirchen  während des laufenden Betriebs ist nicht möglich. Stattdessen will man nun einen völlig anderen Weg einschlagen.

Walpertskirchen – Neubau statt Sanierung: Diese Lösung zeichnet sich für den katholischen Kindergarten St. Erhard in Walpertskirchen ab. In der Gemeinderatssitzung ging man damit an die Öffentlichkeit. Wie Bürgermeister Franz Hörmann (CSU) gestern im Pressegespräch erläuterte, sei die aufwändige Komplettsanierung während des laufenden Betriebs nicht möglich.

Die Gebäudestatik muss den aktuellen Erfordernissen angepasst werden (wir berichteten). Deshalb will man jetzt einen völlig anderen Weg einschlagen. Auf dem Areal des benachbarten Klosters, das vorher abgerissen wird, soll jetzt der Kindergartenneubau entstehen. Eigentlich war an dieser Stelle das Pfarr- und Gemeindezentrum vorgesehen worden. Die Pläne hierfür wurden gestoppt.

Der Neubau biete sich an, weil die Sanierung mindestens genauso teuer wäre und man während der Umbauphase zudem keinen Kindergarten hätte. „Überdies gibt es beim bestehenden Gebäude keine Erweiterungsmöglichkeit für eine vierte Gruppe“, erläuterte Hörmann. Im Gemeinderat sei man sich auch einig gewesen, dass der Kindergarten als „belebendes Element“ in die Ortsmitte bleiben soll.

Derzeit werden zwei der drei Gruppen im unteren Bereich des Kindergartens betreut, der weiterhin nutzbar sei. Die dritte Gruppe ist seit Ostern in die Schule gegenüber ausgelagert. Denn Gruppen- und Mehrzweckraum im Obergeschoss stehen nicht mehr zur Verfügung. Vom Landratsamt habe man die Genehmigung erhalten, diese Übergangslösung für zwei Jahre zu belassen. Während dieser Zeit soll die Baumaßnahme umgesetzt werden.

„Der Kindergarten hat absolute Priorität“, versicherte Hörmann und berichtete weiter, dass bereits ein erstes Sondierungsgespräch mit der Kirche erfolgt sei, um den nötigen Grund zu erhalten. „Wir hoffen, dass wir hier zu einer einvernehmlichen Lösung kommen.“

Das bisherige Kindergartengebäude gegenüber der Kirche soll als ortsbildprägender Bau möglichst erhalten bleiben und nach dem Neubau umfänglich saniert werden. Dann könne es für gemeindliche und öffentliche Zwecke genutzt werden. Eventuell gibt es aber auch hier einen Neubau.

Kindergarten, Schule und Eltern wurden über die neue Situation informiert. Beim Brandschutz im Kindergartengebäude hat sich einiges getan. Eine Reihe angeordneter Maßnahmen wurden umgesetzt. So stellte man beispielsweise zweite Rettungswege her, erweiterte die Rauchmeldeanlage, baute Flucht- und Rauchschutztüren ein. Und es gab bereits eine Evakuierungsübung mit den Kindern, um die Sicherheitsmaßnahmen in der Praxis zu erproben, was reibungslos vonstatten gegangen sei, so der Gemeindechef.

Vroni Vogel

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