Wetter in Deutschland: DWD gibt rote Warnung heraus - erste Konsequenzen für Karneval

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Ortsgeheimnisse in der Pfarrei plauderten in einem launigen Zwiegespräch der Kirchturm (Andrea Ismair, l.) und die Skulptur auf dem Friedhof (Maria Gaigl, r.) aus. Sie sprachen vom Kirchengeläut bis zum abgebrochenen Pfarrhausschlüssel so ziemlich alles an.

Kirchlicher Neujahrsempfang in Walpertskirchen

Ein Jahrzehnt, das es in sich hatte

Das bewegte Jahrzehnt bestimmte die Reden beim kirchlichen Neujahrsempfang in Walpertskirchen - sowohl in der Politik, als auch im Pfarrleben.

WalpertskirchenDas bewegte Jahrzehnt bestimmte die Reden beim kirchlichen Neujahrsempfang in Walpertskirchen, der am Sonntagvormittag in der gut besuchten Mehrzweckhalle stattfand. Während Bürgermeister Franz Hörmann den Blick auf die große Politik lenkte, fokussierten Pfarrgemeinderatsvorsitzende Andrea Ismair und Kirchenpfleger Josef Kellner ihre Betrachtungen auf das Pfarrleben.

Von Flüchtlingskrise bis Brexit

Interna belauschte man beim launigen Ratsch zwischen dem Kirchturm St. Erhard (Andrea Ismair) und einer Skulptur von Erich Heuschneider auf dem Friedhof (Maria Gaigl). „Bewegte und bewegende Jahre“ prägten das vergangene Jahrzehnt, so Hörmann. Er verwies auf die Flüchtlingskrise, den politischen Rechtsruck, auf Bürgerkriege, Brexit und politische Führungskräfte, denen es wichtiger sei, „übereinander zu twittern, als miteinander zu reden“. Weltweit sorgten Terroranschläge „für Angst und Schrecken“.

Hörmann plädierte für einen Umweltschutz, der jeden einzelnen in die Pflicht nehme. Schwierig werde es, wenn eine „mächtige Bürokratie“ sich hinter Grenzwerten und Regelungen verstecke, anstatt auf gesunden Menschenverstand zu setzen.

Hörmann kritisiert „sprachliche Verrohung“ im anonymen Netz

Mit Blick auf die neuen Medien kritisierte er die „sprachliche Verrohung“ im anonymen Netz. Hoffnungsvoll sei er, „weil sich die Jugend um die Umwelt sorgt, weil sich Bürger nicht alles gefallen lassen.“ Hörmanns zentraler Appell: „Gehen wir würdevoll miteinander um!“ Zu den gemeindlichen Projekten kündigte der Bürgermeister an, dass man „das ganze Jahr mit Baustellen gesegnet“ sei.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Andrea Ismair sprach der Landjugend ihren Respekt für die Organisation des Maibaumfestes 2019 aus. „Vielen Dank für eure Arbeit, für eure Nerven, euren Mut zu so einer Mammutveranstaltung.“ In ihrem Ausblick nannte Ismair die Kommunion, die Firmung und auch „ganz profan“ die Tatsache, dass die Erntekrone neu gebunden werden müsse. „Wir werden weiter am Zusammenwachsen im Pfarrverband arbeiten.“

Ein „starkes Netz bei der Arbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen“ werde umso nötiger, wenn man den Personalplan 2030 anschaue. „Wenn für unseren Pfarrverband dann nur noch ein halber Priester und ein halber pastoraler Mitarbeiter reichen sollen, sollten wir unsere Möglichkeiten jetzt nutzen, um uns bestmöglich auf diese Situation vorzubereiten“, sagte Ismair.

Pfarrheim hat neue Schließanlage bekommen

Kirchenpfleger Josef Kellner informierte, dass die undichten Fenster im Pfarrheim ersetzt und auch eine neue Tür eingebaut worden sei. Das Pfarrheim habe zudem eine neue Schließanlage bekommen. Der Landjugend dankte der Kirchenpfleger fürs Weißeln der Innenwände. Die Reparatur nach einem Sturmschaden am Kirchendach und eine Instandhaltungsarbeit an der Friedhofsmauer, eine neue Innenbeleuchtung und eine neue Lautsprecheranlage für die Kirche sowie eine anstehende Restaurierung der Sakristei waren weitere Punkte.

Neue Verwaltungsleiterin: „Aus einer Person werden zwei Stellen“

Im launigen Gespräch zwischen dem Kirchturm St. Erhard und der Friedhofsskulptur erfuhr man, dass die neue Verwaltungsleiterin Hildegard Bartl mit St. Wolfgang geteilt werde müsse – „wie die wundersame Brotvermehrung. Aus einer Person werden zwei Stellen“. Eine personelle Errungenschaft brachte den Kirchturm zum Strahlen: „Für die Buchhaltung hamma a echtes Pfarrverbandskindl gewinnen können: die Petra Schletter, geboren in Hörlkofen, wohnhaft in Wörth und der Ehemann aus der Pfarrei Walpertskirchen.“

Ob außerordentliches Kirchengeläut, ein abgebrochener Pfarrhofschlüssel, kometenhafte Kirchenkarrieren, das System-BBW (Bienen, Blumen, Wiesen) für den Dorffriedhof oder eine drohende Ortsüberschwemmung wegen eines umtriebigen Bibers – die beiden Ratschkathln plauderten munter aus dem Nähkästchen und sorgten für viele Lacher. Ein Querflötenensemble mit Gerti Angermaier, Veronika Lebschky, Monika Ernst und Sophia Adlberger begeisterte mit flott gespielter Musik.

Vroni Vogel

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