Als energiegeladener CSU-Spitzenkandidat präsentierte sich Walpertskirchens Bürgermeister Franz Hörmann (stehend), der im Gasthaus Büchlmann das Wahlprogramm vorstellte. 
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Als energiegeladener CSU-Spitzenkandidat präsentierte sich Walpertskirchens Bürgermeister Franz Hörmann (stehend), der im Gasthaus Büchlmann das Wahlprogramm vorstellte. 

Wahlprogramm der CSU Walpertskirchen

„Uns darf es nicht so ergehen wie mit der A 94“

„Ja, ich will’s noch mal wissen, mit voller Kraft, mit vollem Elan!“ Energiegeladen präsentierte sich Walpertskirchens CSU-Bürgermeister Franz Hörmann (63).

Walpertskirchen – Die Walpertskirchener CSU habe eine „hervorragende Liste“, betonten Franz Hörmann und der Walpertskirchener CSU-Vorsitzende Jochen Göß. Letzterer zollte allen „großen Respekt“ für die Bereitschaft zu kandidieren und appellierte an die Zuhörerschaft, wählen zu gehen.

CSU-Kandidaten „decken breites Spektrum an Können und Wissen“ ab

Das Kandidatenteam decke „ein breites Spektrum an Können und Wissen“ ab, repräsentiere „wie keine andere Liste die Vielfalt und Buntheit“ der Gemeinde, betonte Hörmann, der das Wahlprogramm vorstellte. Es sei ihm ein großes Anliegen, anstehende und bereits begonnene Maßnahmen weiter zu begleiten. Wohnungsmarkt und Umwelt seien beherrschende Themen. Es gelte, die Gratwanderung zwischen Ökologie und Ökonomie hinzubekommen.

Im geplanten Baugebiet WA4 wolle man eine flächenschonende Planung mit kleineren Grundstücken, Wohnungen in Mehrfamilienhäusern als Eigentum, einer gemeinsamen Nutzung von Freiflächen, Tief- und Sammelgaragen verwirklichen. Dieses neue Konzept sei ein wichtiger Schritt für eine zukunftsfähige Wohnbaupolitik, die generationsübergreifend die Belange von Alt und Jung berücksichtigen soll. Die Nachverdichtung im Innenbereich schaffe ebenfalls Wohnraum.

Taktverdichtung bestehender Busverbindungen

Beim öffentlichen Nahverkehr bezeichnete Hörmann den Bahnhaltepunkt als „Herzstück“. Weiter sei die Taktverdichtung bestehender Busverbindungen das Wichtigste. Einer Ruftaxilinie im südlichen Landkreis stand der Bürgermeister „etwas reserviert“ gegenüber. CSU-Gemeinderat und Kreistagskandidat Josef Renner sprach ergänzend das Thema Expressbusse an, um eine schnellere Beförderung zu ermöglichen, und verwies auf das Modell „HandyHike“ als genossenschaftliche Mitfahrzentrale.

„Nicht alles, was knapp unter den Grenzwerten des Unzumutbaren liegt, ist auf Dauer zumutbar“, sagte Hörmann zu überregionalen Großprojekten. Der Lärmschutz sei beim zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke München–Mühldorf entscheidend. „Uns darf es nicht so ergehen wie mit der A 94“, betonte Hörmann. Deshalb appellierte er an die anwesende CSU-Landtagsabgeordnete Ulrike Scharf und an Landrat Martin Bayerstorfer, unterstützend zu wirken – zumal das Planfeststellungsverfahren durch ein Bundesgesetz mit eingeschränkten Klagemöglichkeiten abgelöst werden soll. Es gelte zusammenzustehen, „sonst kommen wir unter die Radl“.

Arbeit im Gemeinderat „ohne Parteigeplänkel“

Die Zusammenarbeit im Gemeinderat habe „hervorragend geklappt, ohne Parteigeplänkel“, sagte Hörmann. Und er brach eine Lanze für die engagierte Jugend am Ort, für Landwirtschaft, Handwerk, Einzelhandel, Gewerbe und regionale Vermarktung. Einen dringenden Appell gab’s auch noch, man brauche unbedingt mehr Wahlhelfer: „Meldet euch! Sonst können wir nicht wählen.“ 

Vroni Vogel

Kommunalwahl 2020 in Bayern: Welche Aufgaben hat der Bürgermeister?

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Die Bürgermeisterkandidaten aller Gemeinden aus dem Landkreis Erding, haben wir für Sie in unseremÜberblicksartikel zu den Kommunalwahlen 2020 aufgelistet. Alle weiteren Hintergrundberichte finden sie auch auf unserer Themenseite zu den Kommunalwahlen 2020 im Landkreis Erding.

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