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Gut besucht war der Neujahrsempfang der Walpertskirchener Pfarrgemeinde in der Mehrzweckhalle.

Neujahrsempfang Walpertskirchen 

Launiges zum kirchlichen Bodenpersonal

Walpertskirchen – Mit einem launigen Dorfratsch blickte die Pfarrgemeinde Walpertskirchen auf ein turbulentes Jahr zurück – und voraus.

„Die wirklich interessanten Gespräche finden ja oft nicht in großer Runde statt“, verriet Pfarrgemeinderatsvorsitzende Andrea Ismair am Sonntagvormittag beim sehr gut besuchten Neujahrsempfang der Pfarrgemeinde St. Erhard in der Mehrzweckhalle. Sie stieg mit Kirchenpfleger Josef Renner in einen launigen Dorfratsch ein. Im hinterkünftigen Sketch blickten sie auf ein turbulentes Jahr zurück und beschäftigten sich mit dem kirchlichen „Bodenpersonal“.

Dass Pfarrer Dr. Guy-Angelo Kangosa von seinen Ämtern „aus angeblicher Fürsorgepflicht“ entpflichtet wurde, nahmen die beiden unter die Lupe. Renner: „Ich find’ ja, dass in der momentanen Zeit Fürsorgepflicht immer dann herg’nomma wird, wenn man für die grundsätzlichen Probleme keine Lösung hat.“ Diese Lösung sei heftig gewesen. „Die hat ja in der Ausführung mit der viel gepriesenen Nächstenliebe unserer Kirche nimmer viel zu tun g’habt“, erwiderte Ismair.

Auch die Neugier auf den „neuen Chef“, Pfarrer Dr. Jan-Christoph Vogler, war Thema. „Ja, da werd’s uns wohl ned langweilig wern, der is’ scho brutal ehrlich. Beim Dr. Vogler brauchst ned Angst ham, dass der was schee red“, meinte Renner. Der Ratschlag Ismairs für den Neuen: „A bisserl a Diplomatie, so a bissal Honig ums Mei schmiern, tuad doch a ned weh, oder?“ Zum aufgestockten neuen Team meinte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende, dass man personell nicht schlecht aufgestellt sei und das Ganze anlaufen lassen sollte. „Wie sagt ma bei de Politiker? 100 Tage im Amt, und dann schau ma weiter.“

Als geglücktes Großereignis wurde die Heimatprimiz von Tobias Eibl gewürdigt, der sich seinerseits für das große Engagement der vielen ehrenamtlich Tätigen bedankte und den Familiengeist in der Gemeinde lobte. Diakon Christian Pastötter ermutigte die Anwesenden, keine Angst vor Weiterentwicklungen zu haben.

Walpertskircheners Bürgermeister Franz Hörmann meinte, dass „die Träume von einer gerechten Welt“ derzeit auf eine harte Probe gestellt würden. Er sprach sich grundsätzlich für eine „Politik des Maßes“ aus und warnte davor, sich in eine „Spirale der Hysterie hineinzwingen zu lassen“. Für das neue Jahr mit seinen Chancen und Herausforderungen wünschte Hörmann Gesundheit, Glück, Wohlergehen und eine gewisse Gelassenheit.

Das Walpertskirchener Orchester (Leitung: Stephan Glaubitz) gestaltete den Empfang mit viel musikalischem Schwung.

Vroni Vogel

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