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Der neue Vorstand der Freien Wähler Walpertskirchen (v. l): MdL Benno Zierer, Schriftführerin Christina Schultes, Kassier Steffen Roder, Vorsitzender Christian Büchlmann, die scheidende Vize-Chefin Katharina Brunnauer, ihr Nachfolger Josef Glockshuber und der FW-Kreisvorsitzende und Wahlleiter Rainer Mehringer.

Freie Wähler Walpertskirchen 

Mehr Wohnraum, weniger Bürokratie

Walpertskirchen - Wohnraum für Asylbewerber in der Gemeinde und ein Umdenken beim Kommunal Pass im Landkreis: Darauf hoffen die Freien Wähler Walpertskirchen.

Änderungen im Vorstand gab es bei den Freien Wählern (FW) Walpertskirchen in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Lex. Die bisherige zweite Vorsitzende Katharina Brunnauer schied nach neun Jahren aus. Ihr Nachfolger ist Josef Glockshuber. Das weitere Vorstandsteam besteht aus dem Vorsitzenden Christian Büchlmann, Schriftführerin Christiana Schultes und Kassier Steffen Roder. Büchlmann bedankte sich bei Brunnauer für deren engagierte Arbeit und betonte, dass sie eine „große Stütze“ gewesen sei.

Ein Schwerpunkt der Versammlung war das Thema Flüchtlinge. Büchlmann sagte, dass es hierzu ein breites Spektrum an Meinungen gebe und sprach von „gesellschaftlichem Sprengstoff“. Nur über die politische Arbeit könne der Zulauf zur AfD und zu Pegida verringert werden, um Protestwähler anders zu motivieren. Eine einheitliche Linie der großen Politik sei hier nötig. In der Kommune forderte Büchlmann eine „Integrationsleistung“. Letztlich benötige man noch 16 bis 17 Plätze, um künftig die zugeteilten Asylsuchenden unterbringen zu können. Der FW-Vorsitzende appellierte an die Gemeindebürger, freien Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Zur umstrittenen Kommunalpasskarte äußerte sich Büchlmann im Pressegespräch. Einerseits könne er mit Blick auf das viele Bargeld und die vielen Menschen am Zahltag eine Kartenlösung durchaus verstehen, um das Landratsamt zu entlasten. Andererseits zeige sich schon jetzt, dass die bargeldlose Lösung so nicht alltagstauglich sei. Büchlmann ist überzeugt, dass ein „Umdenken“ erfolge.

Als Vizebürgermeister ging er auch auf die Gemeinderatsarbeit ein. Die Einrichtung eines Stördienstes mit den Wasserwerken Erding sei wichtig gewesen. Zum schnellen Internet für die Außenbereiche sagte Büchlmann: „Der Ruf von unten war stark und hat oben etwas bewegt.“ Er verwies hier auf Hubert Aiwangers Forderung, den ländlichen Raum zu stärken.

Benno Zierer, FW-Landtagsabgeordneter, ging als Gastredner auf das Freihandelsprogramm TTIP ein. Büchlmann will hierzu eine eigene Veranstaltung anbieten. Statt etwas „im stillen Kämmerlein“ zu vereinbaren, seien die Bürger zu informieren und einzubeziehen, sagte der FW-Ortsvorsitzende.

Vroni Vogel

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