Brüsseler Gericht spricht Islamisten Abdeslam des Mordversuchs schuldig

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Komödiantisches Talent haben Hausherrin Vroni Vogel (r.) als Adele-Sophie und Stephan Glaubitz als Wassermann bewiesen. Ihre Ballade begleitete Dieter Knirsch (hinten) am Klavier. 

20 Jahre Knirschvogelhaus 

Musik in den Farben der See

„Ozeanische Gefühle“ im Knirschvogelhaus: Moderatorin Vroni Vogel sowie Dieter Knirsch und Quirin Vogel am Flügel gestalteten mit Geigerin Martina Eisenreich, Schlagzeuger Wolfgang Lohmeier und Bassist Stephan Glaubitz ein Faschingskonzert der etwas anderen Art.

Walpertskirchen – Das große Stühlerücken war angesagt am Faschingswochenende bei Familie Knirsch-Vogel in Walpertskirchen. Galt es doch, an vier Abenden alle Besucher der musikalischen Revue „Ozeanische Gefühle“ im häuslichen Konzert-Wohnzimmer unterzubringen. Bereits seit 20 Jahren werden dafür alle verfügbaren Sitzgelegenheiten, von der Gartenbank bis zum Klappstuhl, eingesetzt.

Gastgeberin Vroni Vogel verteilt die Plätze mit beeindruckender Übersicht, bis jeder Besucher gut untergebracht ist. Passend zum Motto des Abends kommen einige Gäste in seemännischer Kleidung, auch die Akteure hüllen sich in die schillernden Farben der See. Zu einem Fest am Strand entführt zu Beginn der „Tanzmucker“ von Bassist Stephan Glaubitz, bevor Dieter Knirsch am Flügel die Frage stellt: „Are you so light?“

Erste Begeisterungsstürme löst das Frühlingsmärchen des österreichischen Kabarettisten Georg Kreisler aus, vortrefflich gesungen von Glaubitz, begleitet von Knirsch am Klavier. Gleich darauf aber atemlose Stille im Publikum, als der 18-jährige Quirin Vogel am Flügel eine Etüde von Alexander Skrjabin anstimmt. Mit dem russischen Komponisten teilt der junge Mann die Vorliebe, vor allem eigene Kompositionen zu spielen. Beeindruckend, wie gekonnt und einfühlsam er das Stück präsentiert.

Dass die ozeanischen Gefühle nicht immer nur unter Wasser entstehen, beweist das Lied von der Nachtigall, die in einem nächtlichen Park singt. Schlagzeuger Wolfgang Lohmeier hat in seinem schier unerschöpflichen Vorrat an Klangerzeugungsgeräten auch eine Vogelstimmen-Pfeife dabei, die den jubilierenden Gesang perfekt imitiert.

Inspiriert von einem Traum, bei dem er im Meer mit Walen schwimmt, wurde Lohmeier zu dem Stück „Under the sea“. Kreativ wird hier ein roter Mülleimer zum Walinstrument umfunktioniert, unterstützt von einem Wasserphon und einem umfangreichen Equipment zur Klangerzeugung, das der Schlagzeuger virtuos einsetzt. Das authentische Wasserblubbern steuert Bassist Glaubitz mit einem Schlauch im Mund bei, der in ein Wasserglas mündet. „Dazu braucht man Zirkularatmung“, erklärt Martina Eisenreich.

Wassermann unter Schock

Ein Lieblingsbuch aus ihrer Kinderzeit textete Vroni Vogel um zu der Ballade von Adele-Sophie und dem Wassermann, intoniert von Knirsch am Klavier. Glaubitz als einschüchternder Wassermann mit Schwimmflossen wird schnell von der resoluten Adele-Sophie – hinreißend gesungen von Vroni Vogel – in seine Schranken gewiesen: Das Wasserschloss ist hässlich, Adele-Sophie will nur noch raus und lässt mit schrillen Schreien die Muränen in ihren Felsspalten erzittern.

Der geschockte Wassermann bringt seine vormals Angebetete schnell an Land und ist „saufroh“, dass er sie los ist. Das komödiantische Talent der beiden Akteure wird mit frenetischem Applaus belohnt.

Dass Eisenreich nicht nur auf der Geige zuhause ist, zeigt sie bei den „Irish Melodies“. Gefühlvolle Melodien auf der Flöte stimmen die Zuhörer ein, dann wechselt die Geigerin auf ihr Hauptinstrument und steigert das Tempo, bei dem d

ie ganze Band mit großer Spielfreude mitgeht. Auch im folgenden Tango von Knirsch stimmt Eisenreich alle Höhen und Tiefen der Gefühle an, die Violine erklingt erst zart, dann mitreißend schnell.

Eine alte Trompetengeige, die zur Klangverstärkung mit einer Art Grammophontrichter ausgestattet ist, lässt sie bei „La Mer“ von Charles Trenet erklingen. Vroni Vogel, die mit Eisenreich die Moderation des ozeanischen Abends übernommen hat, nimmt hier als Sängerin Abschied von der See, stimmungsvoll begleitet von der Band.

Beschwingt heißt es für das Publikum wieder auftauchen aus den Tiefen des

Ozeans, doch vor dem Ausstieg lässt man sich noch etwas treiben bei Häppchen und Getränken. Ein rundum gelungener Abend unter Freunden mit beeindruckenden Darbietungen der Künstler.

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