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Vielseitige Angeb ote und Einsätze: Über die ehrenamtliche Arbeit der Walpertskirchener Nachbarschaftshilfe informierten Einsatzleiterin Beate Aust (l.) und Vorsitzende Rita Reichwein (stehend).

Nachbarschaftshilfe Walpertskirchen

Asylunterkunft wird aufgelöst

In der Jahreshauptversammlung der Walpertskirchener Nachbarschaftshilfe informierte Bürgermeister Franz Hörmann über die anstehende Schließung einer Asylunterkunft.

Walpertskirchen– Die Asylunterkunft im ersten Stock des sogenannten Lehrerwohnhauses in Walpertskirchen wird Mitte des laufenden Jahres aufgelöst. Der Mietvertrag wird vom Landratsamt nicht verlängert. Darüber informierte Bürgermeister Franz Hörmann in der gut besuchten Jahreshauptversammlung der Walpertskirchener Nachbarschaftshilfe im Gasthaus Büchlmann. Die Räume für Flüchtlinge im Erdgeschoss bleiben dagegen bestehen. Die obere Wohnung stehe aber wieder der Gemeinde zur Verfügung.

Hörmann bedankte sich für die engagierte Arbeit des gemeinnützigen Vereins. „Es ist ein gutes Gefühl für mich als Bürgermeister, dass da eine Organisation am Ort ist, die hilft, wenn Not am Mann ist.“

Die Flüchtlingshilfe wurde von der Gemeinde im abgelaufenen Jahr mit rund 570 Euro finanziell unterstützt. Wie vielfältig die Einsätze sind, zeigte sich im Bericht der Einsatzleiterin Beate Aust. Ob Haushaltshilfen, Senioren- oder Krankenbetreuung, diverse Fahrdienste, Kinderbetreuung, Besuchsdienst, Bringservice für das Seniorenessen, Aktionen zur Leseförderung mit den engagierten Lesepaten und im Rahmen des gemeindlichen Ferienprogramms sowie die Unterstützung der Asylsuchenden im Ort: Das Spektrum der ehrenamtlichen Hilfsdienste ist breit gefächert. „Unsere Arbeit macht uns dem Nächsten gegenüber sensibler“, meinte Aust.

Sie wies darauf hin, dass einige ehrenamtliche Tätigkeiten äußerst zeitintensiv und in der Bilanz der 715 Einsatzstunden gar nicht erfasst sei. Bei den Fahrdiensten seien 1792 Kilometer Fahrdiensten zurückgelegt worden.

Schatzmeister Hans Pircher bedankte sich für die finanzielle Unterstützung. „Spenden sind das Rückgrat des Vereins.“ Er wies darauf hin, dass man darauf angewiesen sei, zu erfahren, wo es Probleme gebe: „Echte Not ist sehr leise“, erklärte er. Ihm zufolge hat der Verein derzeit 153 Mitglieder.

Vorsitzende Rita Reichwein betonte, dass die Nachbarschaftshilfe zur Verschwiegenheit verpflichtet sei. Per Bilderschau informierte sie über erledigte Aktivitäten und gab einen Ausblick auf aktuelle Projekte. Zwei Veranstaltungen gibt’s im April: die musikalische Lesung im Knirschvogelhaus am Samstag, 14. April, um 17 Uhr und ein Vortrag zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht am Dienstagabend, 17. April, im Mehrzweckraum der Schule. Über Letzteren informiert Christine Unangst vom Erdinger Hospizverein. Außerdem gibt es im Frühsommer wieder einen barrierefreien Ausflug und im Herbst einen Ausflug für die Aktiven.

Vroni Vogel

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