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Neuer Pfarrverbandsadministrator von Walpertskirchen

Pater Slawo fühlt sich wohl in der Großfamilie

Seit gut einem Monat ist Pater Slawomir Trzmielewski schon an seinem neuen Arbeitsplatz im Einsatz. Am Sonntag wird der Walpertskirchener Pfarrverbandsleiter nun offiziell in sein Amt eingeführt. Bislang läuft alles rund, sagt er.

von Vroni Vogel

Walpertskirchen – „Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt“, sagt der neue Leiter des Pfarrverbands Walpertskirchen, Pater Slawomir Trzmielewski. Das betont das Mitglied des Ordens der Pauliner im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Geistliche hat Anfang November seine neue Aufgabe übernommen und wohnt in Heilig Blut in Erding. Seine offizielle Amtseinführung findet nun am kommenden Sonntag in der Walpertskirchener Pfarrkirche St. Erhard mit Dekan Michael Bayer um 10 Uhr statt.

Der Geistliche, der vorher neun Jahre lang als Pfarradministrator in der Pfarrei Lindkirchen/Ebrantshausen gewirkt hat, hat im Landkreis „eine neue, alte Heimat“ gefunden. „Die Umgebung kenne ich ein bisschen“, erläutert der 49-Jährige, den alle nur Pater Slawo nennen. Er habe schon mal in Erding als Krankenhausseelsorger gearbeitet.

„Meine zukünftige Aufgabe sehe ich als eine große Herausforderung“, betont er. Schließlich habe er vorher eine kleine, familiäre Pfarrei betreut. Der Pfarrverband Walpßertskirchen sei fünfmal so groß. Zu ihm gehören die Pfarreien Walpertskirchen, Hörlkofen und Wörth.

Sein Amtsvorgänger Dr. Jan-Christoph Vogler habe ihn mit dem Arbeitsfeld vertraut gemacht. „Ich wusste, was auf mich zukommt.“

Der Pfarrverband sei sehr gut organisiert. „Viele engagieren sich“, freut sich Pater Slawo über die ehrenamtliche Einsatzbereitschaft und spricht von einem guten Team, das ihn unterstütze. Auch die Kirchenbesuchszahlen seien sehr gut.

„Man muss durch das kirchliche Jahr mit der Gemeinde gehen“, umreißt der neue Pfarradministrator eine für ihn zentrale Aufgabe. Die Pfarrei sei wie eine große Familie. Der Pater möchte im Geiste des Evangeliums wirken. „Ich versuche, ein offener Mensch zu sein“, sagt er lächelnd.

Er wolle das Gespräch mit den Leuten suchen, sei offen für Änderungen und meint: „Ich lerne viel.“ Bei seinem umfassenden Tätigkeitsbereich könne er nicht immer überall sein, aber er könne eine Überzeugung vermitteln: Kirche sei immer da, eine lebendige Gemeinschaft, auch wenn der Pfarrer mal abwesend ist.

Pater Slawo wurde am 4. Dezember 1968 in Babiak in Polen geboren. Der Vater ist inzwischen verstorben. Seine Mutter lebt mit der einzigen Schwester in Polen. 1987 trat der Geistliche in den Paulinerorden ein, absolvierte sein Noviziat und legte sein Ordensgelübde ab.

Von 1988 bis 1994 besuchte er das Priesterseminar. 1994 fand die Priesterweihe in der Basilika zu Tschenstochau in Polen statt. Dort nahm Pater Slawo seine seelsorgerische Tätigkeit im Kloster und in der Wallfahrtskirche auf. Eine Weiterbildung erfolgte von 1997 bis 2001 in Jerusalem.

Dann übernahm er für zwei Jahre die Seelsorge in Tschenstochau und ab 2003 in der deutschen Provinz der Pauliner. Als Erdinger Krankenhausseelsorger war der neue Pfarrverbandsleiter anschließend bis 2005 tätig. Drei Jahre in Regensburg mit Fortbildung in der dortigen Diözese folgten. Die nächsten Stationen von 2008 bis Ende 2017 waren das Kloster Mainburg am Salvatorberg sowie die Pfarrverbandsleitung von Lindkirchen/Ebrantshausen.

Auf die Frage, was ihm denn bei seiner neuen Aufgabe besonders wichtig sei, antwortet Pater Slawo schlicht: „Die Bereitschaft, mit den Menschen zu sein, gemeinsam neue Wege zu suchen und zu finden.“

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