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Seine erste Heilige Messe als Hauptzelebrant feierte Tobias Eibl in Walpertskirchen.

Primiz von Tobias Eibl in Walpertskirchen

"Ein Ansporn für die Gläubigen"

Walpertskirchen - Kirchliches Großereignis: Der 36-jährige Tobias Eibl, der im Juni in Italien zum Priester geweiht worden ist, feierte am Sonntag seine Heimatprimiz in Walpertskirchen. Das Dorf hatte sich monatelang auf das Kirchenfest vorbereitet. Vor über 60 Jahren fand hier das letzte Mal eine Primiz statt.

Im Kirchenzug ging’s am Sonntagvormittag bei strahlendem Sonnenschein zum Sportplatz, wo Primiziant Tobias Eibl unter freiem Himmel die Messe zelebrierte. Auf dem schön gestalteten sakralen Blumentor stand Eibls Primizspruch, der als Leitgedanke die Messe bestimmte: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir: Vater, Dein Name werde geheiligt!“

Ortspfarrer Dr. Guy-Angelo Kangosa ging auf die Bescheidenheit des Primizianten ein, der sich eine Feier ohne Aufwand gewünscht hatte. „Gönne uns bitte, dass wir groß feiern“, bat Kangosa und sagte herzlich unter dem Applaus der vielen Gottesdienstbesucher: „Schee, dass es dich gibt, Tobias!“

Fotos von der Primiz in Walpertskirchen

Eibl wurde von einigen Geistlichen begleitet, darunter der stellvertretende Dekan Dr. Jan-Christoph Vogler aus Altenerding, Mitbrüder und Pfarrer sowie Diakon Christian Pastötter. Die Predigt hielt Bruder Ambrosius, der „mit Freude“ hergekommen sei und anerkennend meinte, dass das Fest „großartig organisiert“ worden sei. Das Entscheidende an der Primiz sei, dass man durch die Priesterweihe in der Nachfolge Jesu stehe. Die eigentliche Aufgabe des Primizianten sei es, die Menschen zu Gott zu führen. Dabei bedürfe es allerdings auch des Zutuns der Angesprochenen. „Lassen Sie sich helfen!“, appellierte Pater Ambrosius an die Kirchengemeinde. Als Priester sei man viel mehr als ein „Manager“ in der Seelsorge. Zur Ehre Gottes da zu sein, das sei „der tiefste Sinn“. Die Primiz könne zum Ansporn für die Gläubigen werden, das Angebot des Priesters als Mittler zu Gott wahrzunehmen und zu erkennen: „Da ist jemand, der es gut mit mir meint.“

Tobias Eibl sagte, dass man als Priester die Sendung Jesu auf Erden fortsetze. „Im Mittelpunkt steht nicht der Primiziant. Es ist Jesus.“ Walpertskirchen sei durch die Primiz zu einem „anderen Bethlehem und auch zu Jerusalem“ geworden. Der junge Geistliche bedankte sich bei seiner Familie und bei allen, die bei den Festvorbereitungen mitgeholfen hatten. Eibl spendete das Sakrament der Kommunion, heftete die gesegneten Primizbänder an die Fahnen der Ortsvereine und erteilte den Primizsegen.

Die Messe wurde vom Walpertskirchener Chor unter der Leitung von Herta Albert und den Bläsern des Moosinninger Musikvereins gestaltet. Der prächtige Blumenschmuck war äußeres Zeichen für die hohe Bedeutung des Festes. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Andrea Ismair und Bürgermeister Franz Hörmann überreichten Eibl als Geschenk einen Messkoffer, da er voraussichtlich viel unterwegs sein werde. Im September übernimmt er mit zwei Ordensbrüdern die Betreuung der Wallfahrtskirche Maria Hilf in Neumarkt/Oberpfalz.

Den ereignisreichen Tag in Walpertskirchen beschloss um 17 Uhr eine Dankandacht mit Einzelprimizsegen in der Pfarrkirche St. Erhard. (Vroni Vogel)

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