+
Vor sechs Jahren entschied sich Bildhauer Erich Heuschneider (r.), hier mit Altbürgermeister Georg Heilmeier (l.), sein künstlerisches Gesamtwerk der Gemeinde zu vermachen.

Schenkung an Gemeinde

Heuschneiders Kunst schmückt das Dorf

Das Lebenswerk des Walpertskirchener Bildhauers und Kulturpreisträgers Erich Heuschneider wird im Ort dauerhaft präsentiert. 30 Skulpturen sollen auf dem Friedhofsareal aufgestellt werden.

WalpertskirchenBereits 2012 hatte der Künstler Erich Heuscheider sein Gesamtwerk seiner Heimatgemeinde Walpertskirchen in einer Schenkung übertragen, die posthum in Kraft treten sollte. Doch die öffentliche Wertschätzung seines Schaffens findet nun zu seinen Lebzeiten statt. „Es ist mir das Wichtigste, dass die Großfamilie beinander bleibt“, hatte Heuschneider 2012 über seine Skulpturen gesagt. 30 Kunstwerke sollen auf dem Friedhofsareal aufgestellt werden. Für drei weitere Kunstwerke wird noch ein Platz gesucht.

Der Bildhauer war 40 Jahre lang Organist am Ort, langjähriger Chorleiter und Musiklehrer. Inzwischen lebt der Künstler, der sich im 81. Lebensjahr befindet, altersbedingt nicht mehr in Walpertskirchen. Sein Umzug in ein Seniorenheim warf die Frage auf, was jetzt mit seinen Skulpturen geschehen soll. Die Gemeinde entschied sich, für die Standorte ein Konzept zu entwickeln. Die Planung wurde mit dem Bildhauer abgestimmt. Zudem betraute Heuschneider den Dorfener Künstlerkollegen Anton Empl stellvertretend mit dem Projekt. Auch Landschaftsplaner Max Bauer wurde eingebunden.

Die Frage, was nach seinem Ableben mit den Werken geschieht, hat vor sechs Jahren den damals 75-jährigen Heuschneider stark beschäftigt, als er im Jahr 2012 die Schenkung vorbereitete. „Man kann sich nicht früh genug Überlegungen machen.“ Dieses vorausschauende Denken führte dazu, dass der Künstler nun bald erleben kann, wie seine Werke den öffentlichen Raum beleben.

Bei den Skulpturen handelt es sich nicht um Auftragsarbeiten, sondern um freie Formen künstlerischen Ausdrucks, die miteinander in Dialog stehen und den Schaffensprozess des Bildhauers über die Jahre spiegeln – im Wesentlichen Heuschneiders Alterswerk, der sich seit seiner Verrentung ausschließlich der Bildhauerei gewidmet hat. Heuschneider hat überwiegend Metallskulpturen geschaffen. Die Schenkung hat Altbürgermeister Georg Heilmeier mit Heuschneider auf den Weg gebracht. Amtsnachfolger Franz Hörmann setzt die Idee jetzt mit dem Gemeinderat um. Fachleute sind einbezogen, um die Skulpturen passgerecht und sicher im Boden zu verankern. Es gibt bereits einen vorläufigen Plan, wo die Kunstwerke stehen sollen. Vroni Vogel

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Hetzjagd durch Erding: Zwei BMW-Fahrer verfolgen junge Frau im Twingo
Eine junge Autofahrerin wurde in der Nacht auf Sonntag regelrecht durch die Erdinger Altstadt gejagt. Die Polizei sucht nach zwei BMW-Fahrer.
Hetzjagd durch Erding: Zwei BMW-Fahrer verfolgen junge Frau im Twingo
Faschingsfeier eskaliert: Versuchter Totschlag
Wegen versuchten Totschlags muss sich der 22-Jährige verantworten. Nachdem ihm das spätere Opfer offensichtlich grundlos einen Faustschlag verpasst habe, wurde der junge …
Faschingsfeier eskaliert: Versuchter Totschlag
Zwischenlösung für die Mensa
Spätestens in drei bis vier Jahren wird an der Grund- und Mittelschule Finsing ein Umbau notwendig sein. Ursprünglich war die Schulmensa auf die Verteilung von 70 Essen …
Zwischenlösung für die Mensa
Beim Klösterl sollen die Wörther mitreden
Bürgerwerkstatt 2019 geplant - Gneißl: „Sämtliche Wege sind offen“. Mit der Frage ob und wie es mit dem Areal rund um das Wirtshaus Klösterl in Wörth weiter gehen soll …
Beim Klösterl sollen die Wörther mitreden

Kommentare