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Musikalische Reise von Argentinien bis ins Zillertal

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Mit den Klängen auf Reisen: Zauberhafte Momente an besonderen Orten erlebte man mit der musikalischen „Sommer-Tour 2017“ des Walpertskirchener Orchesters mit seinem Leiter Stephan Glaubitz (r.) im Saal des Gasthauses Lex.
Mit den Klängen auf Reisen: Zauberhafte Momente an besonderen Orten erlebte man mit der musikalischen „Sommer-Tour 2017“ des Walpertskirchener Orchesters mit seinem Leiter Stephan Glaubitz (r.) im Saal des Gasthauses Lex. © Vogel

Die Sommer-Tour 2017, zu der das Orchester Walpertskirchen mit seinem Leiter Stephan Glaubitz in den Wirtshaussaal im Gasthaus Lex eingeladen hatte, war getragen von ansteckender Musizierfreude und führte an ganz besondere Orte.

Walpertskirchen – Die Sommer-Tour 2017, zu der das Orchester Walpertskirchen mit seinem Leiter Stephan Glaubitz in den Wirtshaussaal im Gasthaus Lex eingeladen hatte, war getragen von ansteckender Musizierfreude und führte an ganz besondere Orte.

Lauschte man mit dem Stück „Dancing Horses“ dem temperamentvollen Hufgetrappel übermütiger Vollblutpferde, kraftvoller Kaltblüter und frecher Ponys, so geriet man mit einem Tango unversehens in eine argentinische Bar, in der die Gläser klirrten, feurige Blicke getauscht wurden, die Schuhe aufmüpfig auf dem Boden klackerten und die Leidenschaft untergründig brodelte. Und schon war man wieder ganz woanders: Der Zillertaler Hochzeitsmarsch des Akkordeonquintetts führte zu einem fröhlichen Tanzbodenfest auf dem Dorf.

Werner Stangs Montagsband, die immer dienstags probt, war das vertraute Gastensemble. Die Band ließ Neil Youngs „Heart Of Gold“ funkeln, das Publikum mit „Morning Has Broken“ einen poetischen Sonnenaufgang erleben und mit dem flotten „Tiger Rag“ den Tiger aus dem Tank. Als Erna Hörmann in einem Soloauftritt auf der Zither ihre „Walzerklänge“ in den Saal schickte, fand man sich plötzlich auf der nostalgischen Krinoline des Münchner Oktoberfests wieder, schnupperte den Duft von Zuckerwatte, während man sich im Dreivierteltakt aus der Zeit fallen ließ.

Berückende Zeitlosigkeit verströmte das vom Orchester wunderschön mit großem Bogen musizierte Adagio des Barockkomponisten Tomaso Albinoni. Hier verlor man sich nur allzu gerne in der Weite eines stillen Raumes. Das geheime Eigenleben putziger Zinnsoldaten im mondbeschienenen Kinderzimmer illustrierte „Parade of the Tin Soldiers“.

Die von Glaubitz arrangierte Popballade der Rolling Stones „As Tears Go By“ war eine gefühlvolle Romanze, die den melancholischen Zauber eines Sommerregentags einfing. Musikalische Brücken schlug „Bridge Over Troubled Water“. Der Popsong von Simon & Garfunkel wurde zum Symbol für den frischen Schwung und das Gemeinschaftsgefühl des Orchesters unter der engagierten wie entspannten Leitung des Profimusikers Glaubitz. In jüngster Zeit glückte auch die Nachwuchswerbung. Einige Neumitglieder, darunter junge Leute, spielten mit.  vev

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