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Im Kindergarten St. Erhard stehen umfangreiche Sanierungsarbeiten an, um die aktuellen Brandschutzbestimmungen zu erfüllen. Eine Gruppe hat vorübergehend ihre Bleibe in der gegenüberliegenden Schule. 

Statikprobleme im Kindergartan St. Erhard

Eine Kindergartengruppe muss ausziehen

Im Kindergarten St. Erhard Walpertskirchen stehen stehen umfangreiche Sanierungsarbeiten an. Größtes Problem ist die Statik. Eine Gruppe musste deswegen vorübergehend umziehen.

Walpertskirchen– Umfassende Sanierungsarbeiten im Kindergarten St. Erhard: Die Brandschutzbestimmungen für die kirchliche Einrichtung in Walpertskirchen stellen die Gemeinde vor große Herausforderungen, die mit Sofortmaßnahmen und einem Sanierungsplan bewältigt werden. Das größte Problem ist die Deckenkonstruktion zwischen Erd- und Obergeschoss aus dem Jahr 1901, die aus statischer Sicht den aktuellen Brandschutzvorgaben nicht mehr entspricht. Das habe eine aufwändige Untersuchung eines Spezialbüros ergeben.

Die sogenannte Nutzlastberechnung für die Kategorie „Sonderbauten Kindergarten“ sei nicht mehr ausreichend, informierte Bürgermeister Franz Hörmann das Gremium in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend. Da die Decke mit 7,20 Metern eine sehr große Spannweite habe, seien die verwendeten Holzbalken des über 100 Jahre alten Gebäudes nicht mehr ausreichend dimensioniert.

Gruppen- und Mehrzweckraum im Obergeschoss des Kindergartens wurden geschlossen. Der Mittelteil des Gebäudes mit Treppenhaus, oben liegendem Personalraum und Sanitärräumen sei nicht betroffen und könne weiter genutzt werden.

In einem kurzfristig anberaumten Elternabend wurde über die Problematik informiert. Man entwickelte eine Übergangslösung, um die lückenlose Betreuung zu gewährleisten. Die Kinder, die bisher im oberen Gruppenraum betreut wurden, haben vorübergehend in der gegenüberliegenden Grundschule eine Bleibe gefunden. Die Betriebserlaubnis für diesen Raum wurde der Gemeinde bis zum 30. September erteilt.

Als kurzfristige bauliche Lösung soll ein Unterzug mit Stützen in den Erdgeschossräumen des Kindergartens errichtet werden. Längerfristig müsse man sich überlegen, ob man eine grundlegende Sanierung oder einen Neubau verfolgen wolle.

Hörmann holte hier beim Ratsgremium ein Meinungsbild ein. Gemeinderat Jochen Göß (CSU) verwies auf die bei der Untersuchung festgestellte solide Bausubstanz des Hauses mit massiven Grundmauern. Balthasar Lex (FW) war auch dafür, das „schöne Gebäude“ zu erhalten, selbst wenn es später einmal anders genutzt werden sollte. Grundsätzlich sieht man die zentrale Lage des Kindergartens in der Ortsmitte in unmittelbarer Nachbarschaft der Schule als Standortvorteil.

Der Gemeinderat beschloss, die zweiten Rettungswege für den Kindergarten zu schaffen. Die Brandmeldeanlage wurde bereits erweitert. Ein außen liegender Treppenturm soll noch gebaut werden, Kostenpunkt: 20 000 Euro. Man plant, zeitnah das umfassende Brandschutzkonzept mit der vollständigen Trennung der beiden Treppenhäuser im Gebäude durch Brandschutztüren umzusetzen.

Vroni Vogel

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