Tablets für den Unterricht bekommen die Walpertskirchener Grundschüler.
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Tablets für den Unterricht bekommen die Walpertskirchener Grundschüler. 

Gemeinde schafft insgesamt 21 Tablet-PCs an

Tablets für die Grundschule: Vorbereitung auf die „digitale Lebenswelt“

Grünes Licht für die digitale Ausrüstung der Schule: Einstimmig genehmigte der Walpertskirchener Gemeinderat die von der Grundschule beantragten 20 Schülertablets und ein Lehrertablet.

Walpertskirchen – Bürgermeister Franz Hörmann (CSU) erläuterte, dass dafür bereits 2018 ein Zuwendungsantrag gestellt und bewilligt worden sei. Die Beschaffung selbst habe man bisher zurückgestellt, weil die Schule noch keinen Glasfaseranschluss besitze. Doch das Verfahren dafür sei jetzt gestartet. Zudem laufe das Förderprogramm für die digitale Ausstattung im Oktober aus. Damit sollte die Beschaffung zeitnah erfolgen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 11 000 Euro, die Förderung 7500 Euro.

Hörmann verlas zudem eine Stellungnahme der Schulleitung. Darin heißt es: „Corona hat uns gezeigt, dass die Walpertskirchener Eltern den neuen Medien und deren Möglichkeiten gegenüber aufgeschlossen sind.“ So hätten alle Eltern die Cloud der Schule genutzt, um das Material für das Lernen daheim auszudrucken und die Ergebnisse der Kinder hochzuladen. „So konnten wir Lehrer uns einen Überblick über die Lernfortschritte beziehungsweise die Schwierigkeiten unserer Schüler verschaffen und geeignete Maßnahmen ergreifen.“

Auch die Lehrer haben „viel dazugelernt“

Außerdem hätten alle Kinder am Unterricht über Videokonferenzen teilgenommen. „Diese Möglichkeit wurde von allen Beteiligten als sehr gewinnbringend empfunden. Auch wir Lehrer haben viel dazugelernt und unsere technischen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitert.“

Josef Heilmeier (CSU) bestätigte zum Schulangebot für zuhause: „Es hat wunderbar funktioniert und war eine tolle Sache.“ Anton Renner (CSU/parteifrei) ergänzte: „Da muss man dem Elternbeirat ein großes Lob aussprechen.“ Der Beirat habe das Projekt im Schulterschluss mit der Schule vorangetrieben und stark unterstützt.

Tablets als Schritt, um Grundschüler „auf ihre digitale Lebenswelt vorzubereiten“

Die Schulleitung wies in ihrem Schreiben weiter darauf hin, dass die Anschaffung der Tablets der nächste Schritt wäre, um die Grundschulkinder „adäquat auf ihre digitale Lebenswelt vorzubereiten“. Ein Medienkonzept wurde seitens der Schule bereits erstellt. Die Kinder der ersten und zweiten Klasse sollen überwiegend die Handhabe und die Fachbegriffe der Geräte erlernen. Die Schüler der dritten und vierten Klasse sollen für die jeweiligen Themen des Heimat- und Sachunterrichts (HSU) sowie für ihre Referate im Internet recherchieren. „Dies sind Grundvoraussetzungen, die alle weiterführenden Schularten von unseren Grundschülern erwarten“, heißt im Schreiben der Schule. Zudem würden in allen Jahrgangsstufen mithilfe von Apps neue Möglichkeiten der Texterarbeitung und -verarbeitung eröffnet.

Zum Kauf der Tablets meinte Josef Renner (CSU) kurz und bündig: „Ich glaube, da spricht nichts dagegen.“ Auch Stephan Glaubitz (Grüne) war „absolut dafür“ und wollte wissen, ob man das Wlan in den Klassenzimmern auch abschalten könne. Hörmann erwiderte, dass sich dafür in den Räumen jeweils ein Schalter befinde. „Die Anschlüsse sind bereits getätigt.“ 

Vroni Vogel

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