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Die Bauarbeiten am schadhaften Bahntunnel an der Kreisstraße ED 14 in den Osterferien wurden abgesagt. Weitere Untersuchungen des alten Brückenbauwerks sind geplant.

Doch keine große Sperrung an Ostern

Tunnel in Walpertskirchen: Bahn findet keine Baufirma für Behelfsbrücke

Brandneue Entwicklung in Walpertskirchen: Die Bahnüberführung an der Kreisstraße ED 14 bei der Raiffeisenbank wird jetzt doch nicht in den Osterferien durch eine Behelfsbrücke ersetzt.

Walpertskirchen– Das berichtet Bürgermeister Franz Hörmann (CSU) im Gespräch mit unserer Zeitung.

Diese Planänderung habe er von der Bahn mitgeteilt bekommen, so Hörmann. Stattdessen soll die Tunneldurchfahrt in der Karwoche lediglich für ein paar Tage gesperrt werden, um weitere Untersuchungen am Brückenbauwerk vornehmen zu können. Bis zu dieser kurzen Sperrung soll die Hammerbachstraße wieder soweit hergerichtet sein, dass der Umleitungsverkehr durch diesen zweiten Bahntunnel gelenkt werden kann, der vor kurzem komplett erneuert wurde.

Ein Pressesprecher der Bahn bestätigte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass der Einbau einer Behelfsbrücke an Ostern „abgesagt“ sei. Der Grund für diese Entscheidung liege darin, dass man keine Baufirma gefunden habe, was laut Sprecher höchstwahrscheinlich mit der Corona-Krise zusammenhänge.

Bisherige Planung der Bahn vorerst vom Tisch

Mit Ultraschalluntersuchungen soll das Brückenbauwerk an der ED 14 jetzt weiter begutachtet werden. Man wolle Erkenntnisse gewinnen, ob Hilfskonstruktionen nötig seien, um die Brücke in Schuss zu halten, und wie man die Zeit am besten überbrücken könne.

Damit ist die bisherige Planung der Bahn, mit der die Gemeinde vor kurzem konfrontiert worden war, zunächst vom Tisch. Wie berichtet, sollte in einer konzertierten Aktion die schadhafte Eisenbahnbrücke durch eine Behelfsbrücke ersetzt werden. Dafür sollte zunächst eine Straßensperrung im Bereich der Brücke von 4. bis 26. April vorgesehen werden.

Die Anlieger dürften aufatmen

Wie Hörmann damals berichtete, habe der Projektleiter der DB Netz AG zum Brückenneubau an der ED 14 ausgeführt, dass bei einer Überprüfung im November 2019 erhebliche Schäden festgestellt worden seien. Der Austausch per Behelfsbrücke sollte bis Ende April vorgenommen werden, weil die Züge diese Stelle sonst nur noch im Schritttempo befahren dürften.

Die aktuelle Entwicklung lässt die Bahn zumindest vorläufig andere Wege einschlagen. Die Anlieger dürften aufatmen. Es war befürchtet worden, dass die Behelfsbrücke, ausgeführt als Stahlkonstruktion, zu einer erhöhten Lärmbelastung führen würde.

Bis auf die kurzfristige Sperrung in der Karwoche dürften aufgrund der Bauabsage nun auch der örtliche Lebensmittelladen in der Dorfmitte und die Gärtnerei am Ortsende weiterhin umleitungsfrei zu erreichen sein.

Vroni Vogel

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