Zehn barrierefreie Wohnungen sollen im kommunalen Geschosswohnungsbau an der Hauptstraße/Auerstraße von Walpertskirchen entstehen. Die Planungen laufen auf Hochtouren. 
+
Zehn barrierefreie Wohnungen sollen im kommunalen Geschosswohnungsbau an der Hauptstraße/Auerstraße von Walpertskirchen entstehen. Die Planungen laufen auf Hochtouren. 

Günstig wohnen in Walpertskirchen

Walpertskirchen – Ein zentrales Gebäude, das sich ins Ortsbild einfügt, und kostengünstiger Wohnraum gleichermaßen: Mit dem geplanten gemeindlichen Geschosswohnungsbau an der Hauptstraße/Auerstraße muss Walpertskirchen einen Spagat hinbekommen. Dies erklärte Bürgermeister Franz Hörmann im Gespräch mit der Heimatzeitung. Über das kommunale Wohnungsbauförderprogramm des Freistaats soll das Projekt finanziert werden.

Planer ist das Büro X3 Architekten aus Markt Schwaben. Vorgesehen sind zwei eigenständige Baukörper mit drei Vollgeschossen, die über ein gemeinsames Treppenhaus verbunden sind. Die Lösung mit einem Pultdach ermögliche die optimale Ausnutzung des Wohnraums. Zudem habe man keine aufwändigen Dachaufbauten, so Hörmann. Insgesamt sind auf rund 645 Quadratmetern zehn barrierefreie Wohnungen unterschiedlicher Größe vorgesehen: zwei Ein-Zimmer-, vier Zwei-Zimmer- und zwei Drei-Zimmer-Wohnungen sowie zwei Wohnungen mit je dreieinhalb Zimmern.

Hörmann setzt auf eine „solide, aber bescheidene Ausstattung“, die den Ansprüchen des Mietwohnungsbaus gerecht werde. Zugunsten des Ortsbildes sei eine Tiefgarage mit zehn Plätzen geplant. Neun weitere Stellplätze will man oberirdisch schaffen. So werde ein Autofriedhof verhindert.

Für die Oberflächenentwässerung soll es eine eigenständige Lösung geben, die nicht den gemeindlichen Mischwasserkanal belaste, betonte der Gemeindechef. Bei der Energieversorgung will er untersuchen lassen, ob ein gemeinsames Wärmenetz für alle gemeindlichen Gebäude verwirklicht werden könne.

Neben dem kommunalen Geschosswohnungsbau steht in Walpertskirchen auch der Neubau des Kindergartens auf der gegenüber liegenden Straßenseite an. Im alten Gebäude und der benachbarten Schule müssten in naher Zukunft die alten Heizungen erneuert werden. Hörmann ist überzeugt: „Eine zentrale Lösung wäre eine deutliche Vereinfachung.“

Der Zeitplan für die Kommunalbauten sieht im ersten Quartal 2019 die Fachplanungen und das Thema Fördermittel vor. Über das Wohnungsbauförderprogramm des Freistaats könne man 30 Prozent an Zuschüssen bekommen, so Hörmann. Ende des ersten Quartals sollen die Planungen abgeschlossen werden. Parallel dazu will die Gemeinde das Grundstück für den Geschosswohnungsbau frei machen – und im zweiten Quartal das sogenannte alte Vornehm-Haus abreißen.

Hörmann würde sich wünschen, dass der Rohbau bis Ende 2019 steht. Das hänge aber auch davon ab, ob man für das Bauprojekt alle Firmen bekomme. Das Baugewerbe sei aktuell ausgelastet. Auch die Gemeindeverwaltung habe eine Vielzahl von Projekten zu bewältigen: die Sanierung der Kläranlage, die Erneuerung der Bahnbrücke an der Hammerbachstraße/Bürgermeister-Renner-Straße, den Bauhofneubau und die Planung des neuen Kindergartengebäudes – alles große Aufgaben für das Jahr 2019. (Vroni Vogel)

Auch interessant

Kommentare